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20 Goldgewichte und eine Goldwaage Akan / Asante. Ghana Ohne Sockel / without base Gelbguss. L 2 - 6,5 cm. Provenienz: - Josef Joller, (1886-1972), Winterthur. - Alice Szentkiralyi-Joller (1932-2025), Winterthur. - durch Erbfolge in Familienbesitz. Josef Joller (1886–1972) Der Schweizer Kaufmann Josef Joller war während der 1930er- und 1940er-Jahre für die Swiss African Trading Company im westafrikanischen Kakaohandel tätig. Sein berufliches Wirken führte ihn an die damalige britische Goldküste, das heutige Ghana, sowie an die benachbarte, unter französischer Kolonialverwaltung stehende Elfenbeinküste (Côte d’Ivoire). In jener Zeit zählte Kakao zu den bedeutendsten Exportgütern Westafrikas. Europäische Handelsgesellschaften unterhielten ein weit verzweigtes Netz von Handelsstationen und Geschäftsbeziehungen, das die Küstenstädte mit den Produktionsgebieten im Landesinneren verband. Als Schweizer Kaufmann bewegte sich Joller in diesem wirtschaftlichen und kulturellen Umfeld, in dem europäische Handelsinteressen und die vielfältigen Traditionen westafrikanischer Gesellschaften aufeinandertrafen. Seine langjährige Tätigkeit in der Region bildet einen interessanten historischen Hintergrund für die Einordnung von Kunstwerken, die sich später in seinem Besitz befanden. Sie verweist auf eine Epoche, in der persönliche Begegnungen, Handelskontakte und Reisen auch den Weg afrikanischer Kunstgegenstände in europäische Privatsammlungen prägen konnten. -------------------------------- Der Name „Akan“ bezeichnet eine Gruppe sprachlich und kulturell verwandter Völker im heutigen Ghana und in der Côte d’Ivoire. Zu ihnen zählen unter anderem die Asante, Fante, Denkira, Wassaw, Twifo, Sefwi, Ahafo, Dorma (Domaa), Adansi, Assin, Abrem, Akim, Agona, Gomoa, Akwamu, Akwapim und Kwahu. In der Côte d’Ivoire gehören auch die Baule und Agni zu den Völkern mit Akan-Ursprung. Die sogenannten Goldgewichte der Akan waren von etwa 1400 bis 1900 in Gebrauch. Ihre Bezeichnung verweist nicht auf das Material, sondern auf ihre Funktion beim Abwiegen von Goldstaub, der über Jahrhunderte als Zahlungsmittel diente. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden Gold und Goldstaub von den Asante und verwandten Völkern intensiv gehandelt. Spezielle, meist aus Messingblech gefertigte Löffel, sogenannte saawa, dienten dazu, den Goldstaub (sikafuturo) aus Behältern wie adaka oder kuduo zu entnehmen und ihn mithilfe von Gegengewichten (abrammoo) auf einer Balkenwaage (nsania) abzuwiegen. Die Gewichte wurden aus Kupferlegierungen im Wachsausschmelzverfahren hergestellt. Die ältesten Exemplare zeigen vorwiegend geometrische Formen; seit dem 16. Jahrhundert traten zunehmend figürliche Darstellungen hinzu. Diese Gewichte dienten weiterhin praktischen Zwecken, verkörperten darüber hinaus jedoch häufig Sprichwörter und bildhafte Redewendungen der Akan und wurden so zu Trägern kultureller Bedeutungen. Im Jahr 1899 untersagte die britische Kolonialverwaltung in Ghana die Verwendung von Goldstaub als Zahlungsmittel. Weiterführende Literatur: Niangoran-Bouah, Georges (1984). L'univers Akan des poids à peser l'or / The Akan World of Gold Weights. Abidjan: Les Nouvelles Editions Africaines. CHF 100 / 200 Gewicht in Gramm: 298 Zustand: Hammer Auktionen legt grossen Wert auf eine sorgfältige und möglichst präzise Beschreibung aller im Katalog angebotenen Lots. Jedes Lot wird durch mehrere Fotografien dokumentiert, die einen möglichst umfassenden Eindruck seines Zustands vermitteln sollen. Dazu gehören insbesondere sichtbare Gebrauchsspuren, Unregelmässigkeiten und altersbedingte Veränderungen. Wir empfehlen allen Interessenten und Bietern, die Fotografien vor der Abgabe eines Gebots sorgfältig zu prüfen, da sie einen wesentlichen Bestandteil der Lotbeschreibung bilden. Darüber hinaus empfehlen wir, die Objekte nach Möglichkeit vor der Auktion persönlich zu besichtigen. Sämtliche Zustandsangaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen und beruhen auf unserer fachlichen Einschätzung. Sie dienen der Orientierung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Insbesondere können alters- oder gebrauchsbedingte Merkmale vorhanden sein, die weder ausdrücklich erwähnt noch auf den Fotografien erkennbar sind. Für unbeabsichtigte Fehler oder Auslassungen in den Zustandsbeschreibungen übernimmt Hammer Auktionen im gesetzlich zulässigen Umfang keine Haftung. Wir sind jedoch stets bemüht, allfällige Unklarheiten oder Anliegen transparent, fair und unkompliziert zu klären. Sollte ein Lot in wesentlichen Punkten von seiner Katalogbeschreibung abweichen, bietet Hammer Auktionen im Rahmen der nachfolgenden Regelung eine Rückgabemöglichkeit an. Käufer können eine solche Abweichung innerhalb von sieben (7) Kalendertagen nach Erhalt des Lots schriftlich melden. Bei berechtigter Beanstandung kann das Lot nach Absprache zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird nach Eingang und Prüfung
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