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2 Schmuck-Fussreife für Frauen, "khal-khal" Mauren. Mauretanien Ohne Sockel / without base Weissmetall. Ø 10 und 11,5 cm. Provenienz: - Otto (1918-2003) und Heinz Jappert, Basel. - Hammer Auktionen, Basel, 02.12.2017, Lot 1. - Claudine und Christoph Eichele (1952-2020 & 1949-2026), Brotte-lès-Luxeuil. - Erbengemeinschaft Eichele. Seit jeher begleitet und fasziniert Schmuck in verschiedensten Formen und Materialien die Menschen aller Kulturen. Aus kultureller Sicht sind Arm- und Fussreife, Amulette, Fingerringe und Colliers weit mehr als nur Schmuckstücke. In weiten Teilen Afrikas werden die meisterhaft gefertigten Preziosen zwar für ihre Schönheit geschätzt, doch die wertvollen Ornamente sind vor allem Ausdruck religiöser Überzeugungen und symbolisieren die Zugehörigkeit, den Rang und den Glauben der Träger. Zudem verordnen Heiler das Tragen von schützendem Schmuck zur Genesung oder zum Schutz vor Unheil. Die Kostbarkeiten wurden daher auch als magische, schützende sowie kraftspendende Objekte getragen. Zur Herstellung der wertvollen Unikate wurde nebst einheimischen Materialien, wie Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Stein, Elfenbein, Muschel oder Harz, auch auch gerne beliebte Importwaren wie Glas, Koralle, Kaurischnecken, verwendet. Indische Steinperlen fanden beispielsweise schon früh ihren Weg über vorderasiatische Handelsrouten nach Afrika. Später, während der Blütezeit Muranos vom 16. bis ins 19. Jahrhundert, waren insbesondere Glasperlen italienischer Herkunft äusserst beliebt. Die Verwendung importierter Manillas aus Kupferlegierungen als Tauschmittel lässt sich in Afrika mindestens bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen, als portugiesische Handelsstationen in Westafrika entstanden. Im Laufe der Zeit wurden diese Importwaren wiederholt eingeschmolzen und in neue Formen gegossen oder geschmiedet. Dabei kamen auch andere Materialien wie Eisen vermehrt in vergleichbarer Weise zum Einsatz. In islamisch geprägten Regionen wurde Silber bei der Schmuckherstellung traditionell gegenüber Gold bevorzugt. Dem weiss glänzenden Edelmetall wurden Reinheit sowie die Fähigkeit zugeschrieben, seinem Besitzer Glück und Wohlstand zu bringen. Aufgrund des Wertes der verarbeiteten Rohstoffe dienten Schmuckstücke nicht nur als Wertanlage, sondern auch als Tausch- und Zahlungsmittel. Diese vormünzlichen Zahlungsmittel (sogenanntes Primitivgeld) in genormten Formen wurden über weite Strecken gehandelt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verboten die meisten Kolonialmächte diese Geldformen, um ihre eigenen Währungen durchzusetzen. Weiterführende Literatur: Borel, France (1999). Schmuck. Kostbarkeiten aus Afrika, Asien, Ozeanien und Amerika. Aus der Sammlung Ghysels. Ostfildern-Ruit: Hatje Cantz. -------------------------------- Claudine Eichele (1952–2020) und Christoph Eichele (1949–2026) Claudine Eichele war als Tochter von René und Denise David, den Gründern der Galerie Walu in Basel, von klein auf mit aussereuropäischer Kunst vertraut. Von 1970 bis 1990 arbeitete sie fest in der Galerie und entwickelte sich mit ihrer fundierten Fachkenntnis zu einer wesentlichen Stütze des Hauses. In den 1980er-Jahren unternahm sie mehrere Reisen nach Westafrika. Anschliessend blieb sie der Galerie weiterhin mit Unterbrüchen und in Teilzeit verbunden. Christophe Eichele war als selbstständiger Unternehmer und Marketingfachmann tätig. Darüber hinaus engagierte er sich über viele Jahre in der Mittelbeschaffung und im Marketing für das Schweizer Hilfswerk Brücke · Le pont. Das Ehepaar verbrachte seinen Ruhestand im französischen Brotte, wo auch die über die Jahre gemeinsam aufgebaute Sammlung eine neue Heimat fanden. CHF 50 / 100 Gewicht in Gramm: 360 Zustand: Hammer Auktionen legt grossen Wert auf eine sorgfältige und möglichst präzise Beschreibung aller im Katalog angebotenen Lots. Jedes Lot wird durch mehrere Fotografien dokumentiert, die einen möglichst umfassenden Eindruck seines Zustands vermitteln sollen. Dazu gehören insbesondere sichtbare Gebrauchsspuren, Unregelmässigkeiten und altersbedingte Veränderungen. Wir empfehlen allen Interessenten und Bietern, die Fotografien vor der Abgabe eines Gebots sorgfältig zu prüfen, da sie einen wesentlichen Bestandteil der Lotbeschreibung bilden. Darüber hinaus empfehlen wir, die Objekte nach Möglichkeit vor der Auktion persönlich zu besichtigen. Sämtliche Zustandsangaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen und beruhen auf unserer fachlichen Einschätzung. Sie dienen der Orientierung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Insbesondere können alters- oder gebrauchsbedingte Merkmale vorhanden sein, die weder ausdrücklich erwähnt noch auf den Fotografien erkennbar sind. Für unbeabsichtigte Fehler oder Auslassungen in den Zustandsbeschreibungen übernimmt Hammer Auktionen im gesetzlich zulässigen Umfang keine Haftung. Wir sind jedoch stets bemüht, allfällige Unklarheiten oder Anliegen transparent, f
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