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live 18. November | 06:00 PM
Hammer Auktionen AG

2 - Fragment eines figürlichen Architekturelementes

Startpreis

5 CHF (5 €)

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Schätzungen

400 - 800 CHF (430 - 880 €)

Verkaufsgebühren

26 %

Fragment eines figürlichen Architekturelementes Naga, Konyak (?). Indien, Nagaland Ohne Sockel / without base Holz. H 61 cm. B 33 cm. Provenienz: - E. Herrmann, Pforzheim. - Irène (1921-1996) und Kurt (1912–1989) Gaugler, Wilderswil. - Urs Gaugler (1945-2022), Aargau. - Schweizer Privatsammlung, Aargau. Ausdrucksstarke, vollplastisch geschnitzte Darstellung zweier hintereinander sitzender Figuren. Die vordere, männliche Figur weist charakteristische Gesichtstätowierungen auf, während die hintere Person beide Hände auf deren Kopf legt. Unter den Füssen ist eine Schlange dargestellt. Am unteren und seitlichen Rand finden sich Spuren einer späteren Abtrennung, darunter ein angeschnittenes, möglicherweise tierisches Körperteil. Die Skulptur dürfte ursprünglich Bestandteil einer grösseren, figürlich geschmückten Architekturdekoration gewesen sein, möglicherweise eines Gemeinschaftshauses (Morung) oder Häuptlingshauses der Naga. Weiterführende Literatur: - Elwin, Verrier (1959). The Art of the North-East Frontier of India. Shillong, S. 139–141. - Fürer-Haimendorf, Christoph von (1969). The Konyak Nagas: An Indian Frontier Tribe. New York: Holt, Rinehart and Winston, S. 17–18. -------------------------------- Die unter den Lotnummern 2–6 angebotenen Objekte stammen gemäss bestätigter Familienprovenienz aus der Sammlung des Pforzheimer Schmuckfabrikanten E. Herrmann, der laut den biografischen Angaben des Museums Rietberg in Zürich auch als Botschafter tätig war. Von ihm gingen die Werke an seine Tochter, Irène Gaugler, geborene Herrmann (1921–1996). Gemeinsam mit ihrem ersten Ehemann, Dr. Kurt Gaugler (1912–1989), gründete sie 1949 das internationale Mädcheninstitut «Sunny Dale» in Adelboden. Das auf Sprachen, Allgemeinbildung und kaufmännische Fächer spezialisierte Institut wurde 1954 nach Wilderswil bei Interlaken in die Villa Unspunnen verlegt. Nach der Trennung des Ehepaars in den 1960er-Jahren führte Irène das Institut weiter. Die Villa Unspunnen dient heute als Seminarhaus. Die ozeanische Herkunft der Objekte verknüpft sich biografisch mit der Familie Gaugler und dem Sammler Ulrich Frey (1934–2019). Letzterer, in späten Jahren mit Irène Gaugler-Herrmann verheiratet, vermachte 2019 ein Konvolut von 35 Kunstwerken aus Papua-Neuguinea und Peru (darunter ozeanische Figuren und Schilde, ehemals Sammlung Serge Brignoni) dem Museum Rietberg in Zürich. Im Gegensatz zu diesem Legat verblieb das hier angebotene Konvolut in Familienbesitz und wurde innerhalb der Familie weitergegeben. Kurz vor ihrem Tod im Jahr 1996 schenkte Irène Gaugler die angebotenen Objekte ihrem Sohn Urs Gaugler. Nach dessen Tod im Jahr 2022 gingen sie in den Besitz seiner Ehefrau über. CHF 400 / 800 Gewicht in Gramm: 7450 Zustand: Teppich auf Standfläche festgeklebt (siehe Foto). -------------------------------- Hammer Auktionen legt grossen Wert auf eine sorgfältige und möglichst präzise Beschreibung aller im Katalog angebotenen Lots. Jedes Lot wird durch mehrere Fotografien dokumentiert, die einen möglichst umfassenden Eindruck seines Zustands vermitteln sollen. Dazu gehören insbesondere sichtbare Gebrauchsspuren, Unregelmässigkeiten und altersbedingte Veränderungen. Wir empfehlen allen Interessenten und Bietern, die Fotografien vor der Abgabe eines Gebots sorgfältig zu prüfen, da sie einen wesentlichen Bestandteil der Lotbeschreibung bilden. Darüber hinaus empfehlen wir, die Objekte nach Möglichkeit vor der Auktion persönlich zu besichtigen. Sämtliche Zustandsangaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen und beruhen auf unserer fachlichen Einschätzung. Sie dienen der Orientierung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Insbesondere können alters- oder gebrauchsbedingte Merkmale vorhanden sein, die weder ausdrücklich erwähnt noch auf den Fotografien erkennbar sind. Für unbeabsichtigte Fehler oder Auslassungen in den Zustandsbeschreibungen übernimmt Hammer Auktionen im gesetzlich zulässigen Umfang keine Haftung. Wir sind jedoch stets bemüht, allfällige Unklarheiten oder Anliegen transparent, fair und unkompliziert zu klären. Sollte ein Lot in wesentlichen Punkten von seiner Katalogbeschreibung abweichen, bietet Hammer Auktionen im Rahmen der nachfolgenden Regelung eine Rückgabemöglichkeit an. Käufer können eine solche Abweichung innerhalb von sieben (7) Kalendertagen nach Erhalt des Lots schriftlich melden. Bei berechtigter Beanstandung kann das Lot nach Absprache zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird nach Eingang und Prüfung der Rücksendung vollständig erstattet. Für Fragen, zusätzliche Fotografien oder weiterführende Informationen stehen wir Ihnen jederzeit gerne persönlich zur Verfügung.

Auktion

HAMMER 163 / Afrikanische, Ozeanische und Asiatische Kunst
Mittwoch, 18. November
06:00 PM
St. Jakobs-Strasse 59
4052 Basel, Schweiz

Auktionshaus

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