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Wilhelm Busch Frau, einen Jungen am Ohr ziehend Öl auf Holz. 29,5 x 22 cm. Gutachten Otto Nöldeke, 16.3.1908 (verso). Provenienz Otto Nöldeke, Mechtshausen/Harz. - Galerie Heinemann, München (Etikett mit Nr. 306. verso). - In dritter Generation in deutscher Privatsammlung. Literatur R. Brunngraber-Malottke: Wilhelm Busch. Handzeichnungen nach der Natur. Werkverzeichnis, Stuttgart 1992, S. 164-165. Auf dieser Ölskizze im Kleinformat fängt Wilhelm Busch mit schnellen, virtuosen Pinselstrichen eine alltägliche Szene ein: Eine Mutter schneidet ihrem widerspenstigen Kind die Haare. Das kindliche Sträuben ist unverkennbar – nicht zuletzt durch den festen Griff der Mutter am Ohr. Die Schere in der Hand der Frau ist, wie ein Krug im Hintergrund, lediglich angedeutet. Aber Kenner von Buschs Werken ahnen sofort, dass auf den kindlichen Ungehorsam im typischen Erzählstil des Künstlers bald weitere Strafen folgen dürften. Zu diesem Motiv existieren mehrere Zeichnungen des Künstlers (op. cit. R. Bunngraber-Malottke, S. 164-165, Nr. 400, 401, 402, 403)
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