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Maerten Stoop Handgemenge in einer Bauernscheune Öl auf Holz. 59 x 85,3 cm. Signiert unten rechts: M. Stoop. Provenienz Palais het Loo, Apeldoorn (Wachssiegel mit Wappen verso). - Slg. Prinzessin Anna von Preussen (Wachssiegel mit Wappen und Affiche verso). - Collegium Civitatis Academicae Lugduno-Batavae Supremum, Leiden (Wachssiegel mit Wappen verso). - Slg. G. A. Franssen, Amsterdam (Wachssiegel mit Wappen verso). - Carlo Bonte, Brügge, 4.2.2025, Lot 285 (als Benjamin Gerritsz Cuyp, zugeschrieben). - Süddeutsche Privatsammlung. Erhitze Gemüter, gezogene Waffen und völliges Chaos unter den Bauern in einer verwüsteten Scheune. Im Zentrum der Komposition spielt sich das Geschehen um eine prächtig drapierte weiße Decke auf einem umgestürzten Tisch ab. Ein kahler, hoch aufragender Bauer in Rot und sein im linken Hintergrund befindlicher Widersacher haben im Streit die Beherrschung verloren und müssen nach Leibeskräften zurückgehalten werden. Im Vordergrund liegt ein volltrunkener Bauer, der im Handgemenge niedergetrampelt wurde – eine unmissverständliche Erinnerung an die Gefahren übermäßigen Alkoholkonsums, der jedes gesellige Fest in eine Schlägerei verwandeln kann. Stoops eng miteinander verflochtene Komposition der Figuren hebt die Szene über herkömmliche Genremalerei hinaus. Ihre Dynamik und ihr monumentales Format erinnern eher an Historienmalerei und unterscheiden das Werk von vergleichbaren Gemälden des Themas bei Zeitgenossen wie Adriaen van Ostade und Benjamin Cuyp. Maerten Stoop, Bruder des Jagd- und Kavalleriemalers Dirck Stoop (1610–1686), starb noch vor seinem 30. Lebensjahr und hinterließ wenige Werke, von denen sich einige in bedeutenden europäischen Museen, wie der Gemäldegalerie Kassel (Inv.-Nr. GK 210) und dem Centraal Museum, Utrecht (Inv.-Nr. 6925) befinden.
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