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Leonardo da Vinci, nach Mona Lisa Öl auf Leinwand (doubliert). 80 x 54 cm. Provenienz Slg. Lyversberg, Köln. – Slg. Virnich, Bonn. - Lempertz, „Sammlung Jakob Johann Lyversberg“, Köln, 26.5.1971, Lot 49. – Seitdem in dritter Generation in rheinischer Privatsammlung. Literatur Ch. S. Schier: Beschreibung einiger Gemälde der Lyversberg‘schen Sammlung zu Cöln, in: Colonia 14 (1.11.1822), S. 54. - K. G. Jacob, M. J. De Noel u. J. J. Nöggerath: Köln und Bonn mit ihren Umgebungen, Köln 1828, S. 101. - Catalog der Lyversberg‘schen Gemälde-Sammlung in Cöln, Köln 1837, Lot 62. - F. Kugler: Die Lyversberg’sche Gemäldesammlung, in: Museum. Blätter für bildende Kunst 46, Jg. V. (1837), S. 362. - S. Mädger: Jakob Johann Nepomuk Lyversberg, Kaufmann und Kunstsammler, in: Auss.-Kat. Köln 1995: Lust und Verlust. Kölner Sammler zwischen Trikolore und Preußenadler, Josef-Haubrich-Kunsthalle, Köln 1995, S. 200f. - H. Kier u. F. G. Zehnder (Hrsg.): Lust und Verlust II. Corpus-Band zu Kölner Gemäldesammlungen 1800-1860, Köln 1998, S. 223, Nr. 62. „Portrait eines holden, wunderlieblichen Frauenwesens; von Leonardo da Vinci“ – so beschreibt Christian Samuel Schier 1822 in der Zeitschrift Colonia das vorliegende Gemälde. Das Werk gehörte damals zur Sammlung Lyversberg, die Schier in diesem und zwei weiteren Artikeln erstmals umfassend vorstellte. Jakob Johann Nepomuk Lyversberg (1761-1834) war ein Kölner Tabak- und Weinhändler, der eine bedeutende Kunstsammlung aufbaute, die er in seinem Haus am Kölner Heumarkt auch auswärtigen Besuchern zugänglich machte, darunter den Kronprinzen der Niederlande und Preußens, aber auch Karl Friedrich Schinkel, Friedrich Schlegel, Johanna Schopenhauer und 1815 wohl auch Johann Wolfgang von Goethe. Sie alle dürften also das vorliegende Bild gesehen haben, das Schier zufolge, der es noch als eigenhändiges Werk von Leonardo da Vinci betrachtete, aus Italien in die Sammlung Lyversberg gelangte. Nach dem Tod von Lyversberg 1834 war zunächst eine Versteigerung der Sammlung vorgesehen, darunter auch des vorliegenden Gemäldes („Bildniss der Mona Lisa, Gemahlinn von Franz del Giocondo / Leon. da Vinci“). Nachdem der Auktionskatalog bereits erstellt und sowohl in deutscher, englischer als auch französischer Sprache gedruckt war, zogen die vier Töchter des Sammlers die Bilder jedoch zurück und teilten sie unter sich auf. Erst 1971, nachdem die letzte Nachfahrin Christine Virnich verstorben war, kam es dann bei Lempertz zur Versteigerung der hochbedeutenden Sammlung. Werke dieser Provenienz befinden sich heute u.a. im Kölner Wallraf-Richartz-Museum, darunter der Lyversberger Altar des nach diesem Werk mit dem Notnamen versehenen Meisters des Lyversberger Altars, den Musées Royaux des Beaux-Arts in Brüssel, dem Musée du Louvre in Paris, dem National Trust in London oder der Norton Simon Foundation in Pasadena.
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