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Carlo Portelli Bildnis des Alessandro de' Medici, Herzog von Florenz Öl auf Holz. 159 x 115 cm. Provenienz Italienischer Kunstbesitz. Ausstellungen “Speak of me as I am”, kuratiert von Fred Wilson, Pavillon der Vereinigten Staaten, 50. Biennale di Venezia, Venedig 2003 (als Giorgio Vasari). - Carlo Portelli, Pittore eccentrico fra Rosso Fiorentino e Vasari, Galleria dell´Accademia, Florenz, 2015, Nr. 16. Literatur A. Donati: Gli Acquaviva d’Aragona dalle origini ai fuoriusciti in Francia, in: N. B. Pugliese, A. Donati u. L. Puppi (Hrsg.): Tiziano, Bordon e gli Acquaviva d’Aragona, pittori veneziani in Puglia e fuoriusciti napoletani in Francia, Foggia 2012, S. 121 (als Giorgio Vasari). – R. Ciabattini: Il Duca Alessandro de’ Medici, in: L. Brunori u. A. Tartuferi (Hrsg.): Carlo Portelli. Pittore eccentrico fra Rosso Fiorentino e Vasari, Florenz 2015, S. 136, Nr. 16. Das vorliegende Portrait ist eine spätere Version des berühmten, Giorgio Vasari zugeschriebenen Bildnisses Alessandro de’ Medicis in den Gallerie degli Uffizi in Florenz, mit geringfügigen Abweichungen im Hintergrund. Roberto Ciabattini (op. cit., S. 136) vermutet, dass Vasari den Auftrag für eine Replik an Carlo Portelli weitergab. Stilistische Parallelen finden sich in Portellis Portraits von Figuren in Rüstung, etwa im allegorischen Bildnis Giovanni dalle Bande Neres (Minneapolis Institute of Art) und im Portrait Cosimos I. (Robert Simon Fine Art, New York). Alessandro de’ Medici sitzt in voller Rüstung vor der Ansicht von Florenz. Ein Brief Vasaris an Ottaviano de’ Medici von 1534 verdeutlicht die komplexe Ikonografie: Die glänzende Rüstung verweist auf das vorbildhafte Wirken des Herzogs, der runde Sitz auf die Dauer seiner Herrschaft, die rote Draperie auf das während des Aufstands gegen die Medici vergossene Blut. Das Bildnis feiert damit Alessandro und seinen Aufstieg zur Macht. Alessandro regierte Florenz von 1531 bis zu seiner Ermordung 1537. 1532 wurde er zum Herzog und Gonfaloniere auf Lebenszeit ernannt. Zu seiner Herkunft ist überliefert, dass er der uneheliche Sohn Kardinal Giulio de’ Medicis, des späteren Papstes Clemens VII., und einer schwarzen Dienerin gewesen sei. 1534 heiratete er Margarete von Österreich, eine uneheliche Tochter Kaiser Karls V. Die Verbindung der beiden unehelichen Kinder stand symbolisch für das Zusammentreffen der beiden höchsten politischen und religiösen Autoritäten ihrer Zeit: Kaiserreich und Papsttum.
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