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Konstantin Gorbatov Ansicht des Hafens in Pskow Öl auf Leinwand, auf Hartfaserplatte aufgezogen. 102 x 135 cm. Signiert und datiert unten rechts: К. Горбатовъ 1915. Provenienz Seit drei Generationen in Familienbesitz, Österreich. Im alten Pskow fängt der post-impressionistische Maler Gorbatov das städtische Treiben ein: Am schneebedeckten Flussufer reihen sich bunte, eng beieinander gebaute Stadthäuser aneinander. Davor beleben kleine Marktstände und zahlreiche Menschen in traditioneller Kleidung die Szenerie. Darüber thront die weiße Dreifaltigkeitskathedrale mit ihren charakteristischen Kuppeln auf einem Hügel. Direkt daneben ragt der markante, freistehende Glockenturm empor. 1922 verließ Gorbatov Russland und emigrierte nach Italien, wo er sich in Capri niederließ. Wenige Jahre später zog er nach Berlin. Noch 1931 fanden Ausstellungen seiner Werke in Deutschland statt. Nach der NS-Machtübernahme im Jahr 1933 galt Konstantin Gorbatovs westeuropäisch-russischer Postimpressionismus im damaligen Deutschland als ideologisch unerwünscht und Ausstellungsverbote führten zur Verarmung des Künstlers. Gorbatovs lebendige, nostalgische Stadtansichten erfreuen sich heute jedoch wieder ungebrochener Beliebtheit. Auf charakteristische Weise nutzt der Künstler einen pastosen Pinselstrich um die Textur von Schnee, Wolken und Wasser wiederzugeben. Der wolkenverhangene Himmel und die gedämpften, aber dennoch farbenfrohen Töne der Häuser erzeugen eine ganz besondere, melancholisch-schöne Winterstimmung. Wir danken Dr. Olga Sugrobova-Roth, Düsseldorf, die das Gemälde im Original begutachtet hat, für die Bestätigung der Eigenhändigkeit. Das Gemälde wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis aufgenommen.
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