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live 21. November | 11:30 AM
Lempertz

1070 - August von der Embde

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9.000 €

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Schätzungen

12.000 - 20.000 €

Verkaufsgebühren

35,7 %

August von der Embde Bildnis der Tochter und Künstlerin Caroline Klauhold von der Embde in hessischer Tracht Öl auf Leinwand. 98 x 79,5 cm. Gutachten Dr. Marianne Heinz, Kassel, 10.5.2012 (in Kopie). Provenienz Slg. L. E. Grimm (Etikett verso). - Deutsche Privatsammlung. Ausstellungen Ausstellung des Halberstädter Kunstvereins anlässlich der Statutengebung am 30. Januar, Kunstverein Halberstadt, 1834. - Ausstellung in der Akademie der Künste, Dresden 1835. Literatur Ausst.-Kat.: Verzeichniß der vom 2. August 1835 an in der Königl. Sächs. Akademie der Künste zu Dresden öffentlich ausgestellten Kunstwerke. Dresden 1835, S. 30, Nr. 442. - F. von Boetticher: Malerwerke des Neunzehnten Jahrhunderts. Bd. I,1. Dresden 1891-1901 (Reprint Leipzig 1941), S. 264. Nr. 1. Caroline Klauhold, geb. von der Embde (1812 Kassel – 1867 Hamburg) war eine deutsche Bildnis-, Genre- und Landschaftsmalerin und eine der vier Töchter des Kasseler Malers August von der Embde und seiner Ehefrau Sophie Charlotte, geb. Henschel (1787–1856). Eine Vorzeichnung zum vorliegenden Gemälde befindet sich in der Graphischen Sammlung Kassel; eine vergleichbare Ölstudie wird seit 1958 in der Neuen Galerie Kassel bewahrt. Der Zusammenhang mit dem hier angebotenen Werk ist bislang nicht erkannt worden (vgl. M. Heinz, Bestandskatalog Gemälde 19. Jahrhundert, Museumslandschaft Hessen, Kassel, 2. Aufl., S. 66). Das Gemälde dürfte 1833 anlässlich der Silbernen Hochzeit von August von der Embde und Sophie Charlotte Henschel entstanden sein. Naheliegend ist, dass die damals 21-jährige Caroline, das älteste der gemeinsamen Kinder, als familiäres Geschenk zum Ehejubiläum dargestellt wurde. Die Darstellung lässt sich im Kontext der romantischen Gedankenwelt des Kasseler Umfelds der Brüder Grimm lesen, zu dem von der Embde spätestens seit seiner Heirat 1808 gehörte. Die Blumen und Pflanzen dürften dabei symbolische Bedeutung besitzen: Nelken und Rosmarin stehen für Liebe und eheliche Verbundenheit, die blau blühende Wegwarte verweist auf die romantische „Blaue Blume“ als Sinnbild von Sehnsucht und Unendlichkeit. Die nachdenkliche Haltung der jungen Frau und der halb im Schatten liegende Gefleckte Schierling sowie die links im Bild blühende rote Lichtnelke, im Volksmund "Herrgottsblut" genannt, stehen für die dunkle Seite der Romantik, die Melancholie. 1854, 21 Jahre nach Entstehung des Gemäldes, heiratete die Dargestellte selbst, und zwar den sechs Jahre jüngeren Juristen Carl Alfred Klauhold.

Auktion

Alte Meister und 19. Jahrhundert
Samstag, 21. November
11:30 AM
Neumarkt, 3
50667 Cologne, Deutschland

Auktionshaus

Lempertz +(49)2.21.92.57.290 altemeister@lempertz.com
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