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Joseph Stieler Hildegard Prinzessin von Bayern Öl auf Leinwand (doubliert). 70,5 x 59,5 cm. Gutachten Dr. Ulrike von Hase-Schmundt, München, Dezember 2020. Provenienz Nachlass Adelgunde Herzogin von Modena (1914). - Königliches Haus Bayern. - 1924 nach Schloss Nádasdy in Sárvár/Ungarn verbracht. - Restitution an die Prinzen Ludwig und Rasso von Bayern. - Neumeister, München, Sonderauktion "KUNST IM EXIL - Die Wittelsbacher in Sárvár, dem letzten Aufenthaltsort von König Ludwig III.", 15.3. 2021, Lot 66. Joseph Stielers Bildnis der Prinzessin Hildegard von Bayern, das sogenannte Porträt „mit Locken“, entstand Anfang 1844, im Jahr ihrer Vermählung mit Albrecht Friedrich Rudolf Erzherzog von Österreich (1817–1895). Hildegard Louise Charlotte war das siebte Kind König Ludwigs I. von Bayern und seiner Gemahlin Therese, geb. Prinzessin von Sachsen-Hildburghausen. Stieler porträtierte Prinzessin Hildegard mehrfach. Bildnisse aus den Jahren 1838 und 1843 sind in seinem Verkaufsverzeichnis belegt; auch die Entstehung des vorliegenden Porträts ist dort für 1844 nachgewiesen. Zwei Lithographien überliefern das Bildnis bereits unter der Bezeichnung „Hildegarde Erzherzogin von Österreich“. Stieler schuf das Porträt offenbar kurz vor der Hochzeit. Darauf verweist auch der Efeu, der als traditionelles Symbol der Beständigkeit und glücklichen Liebe die Stickerei des Kleides schmückt. Erzherzogin Hildegard starb 1864 im Alter von nur 39 Jahren an den Folgen einer Rippenfellentzündung, die sie sich während einer Reise zum Sterbebett ihres Bruders, König Maximilian II. von Bayern, zugezogen hatte. Die zeitgenössische Presse würdigte sie als besonders beliebte Persönlichkeit und hob neben ihrer Wohltätigkeit insbesondere ihre Tugenden als Ehefrau und Mutter hervor. So bezeichnete die „Neue Zeit – Olmüzer Zeitung“ sie am 6. April 1864 als eine der „schönsten Zierden“ der Frauenwelt.
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