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live 21. November | 11:30 AM
Lempertz

1061 - Joseph Stieler

Startpreis

30.000 €

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Schätzungen

40.000 - 60.000 €

Verkaufsgebühren

35,7 %

Joseph Stieler Adelgunde Prinzessin von Bayern als Braut Öl auf Leinwand (doubliert). 72,5 x 58,5 cm. Gutachten Dr. Ulrike von Hase-Schmundt, Dezember 2020. Provenienz Nachlass Adelgunde Herzogin von Modena (1914). - Königliches Haus Bayern. - 1924 nach Schloss Nádasdy in Sárvár/Ungarn verbracht. - Restitution an die Prinzen Ludwig und Rasso von Bayern 2004. - Neumeister, München, Sonderauktion "KUNST IM EXIL - Die Wittelsbacher in Sárvár, dem letzten Aufenthaltsort von König Ludwig III.", 15.3.2021, Lot 65. Adelgunde Auguste Charlotte Prinzessin von Bayern war das sechste Kind König Ludwigs I. von Bayern und seiner Gemahlin Therese, geb. Prinzessin von Sachsen-Hildburghausen. 1842 heiratete sie den Erbprinzen Franz von Modena und wurde später somit Tante von Königin Marie Therese von Bayern, der Gemahlin König Ludwigs III. Prinzessin Adelgunde, genannt „Duni“, wurde katholisch erzogen. Unter mehreren Heiratskandidaten aus Frankreich, Coburg und Nassau fiel die Wahl auf Franz von Modena, einen Neffen Maria Leopoldines, der Witwe des bayerischen Kurfürsten Karl Theodor. Die Hochzeit von 1842 war ein bedeutendes gesellschaftliches Ereignis. Adelgunde lebte abwechselnd im Palais Modena in Wien, in der Münchner Residenz und auf Schloss Wildenwart im Chiemgau. Nach der Übernahme der Regentschaft durch ihren Bruder Prinz Luitpold im Jahr 1886 stand sie ihm eng zur Seite. Als „Tante Modena“ unterstützte sie ihn bei familiären und gesellschaftlichen Verpflichtungen und gehörte zu den einflussreichsten Vertreterinnen der konservativ-kirchlichen Hofpartei. Zugleich verkörperte sie den Einfluss des Wiener Hofes in München. Joseph Stieler hatte Adelgunde bereits 1839 porträtiert. Der Auftrag für das vorliegende Bildnis ist im Ausgaben-Manual Ludwigs I. für März 1842 dokumentiert und auch in Stielers Verkaufsverzeichnis nachweisbar. Im selben Jahr wurde das Porträt zunächst in Stielers Atelier öffentlich gezeigt. Das „Morgenblatt für gebildete Stände / Kunstblatt“ berichtete am 7.4.1842 über das ausgestellte Bildnis der Prinzessin. Anschließend präsentierte man es im Münchener Kunstverein als „Bildniß Ihrer k. Hoh. der Prinzessin Adelgunde von Bayern als Braut“. Das Schloss Nádasdy war seit 1875 in wittelsbachischem Besitz. 1921 starb der letzte bayerische König, Ludwig III., dort im Exil. 1945 floh die Familie aus Ungarn und musste zahlreiche Kunstgegenstände zurücklassen, - Nach dem EU-Beitritt Ungarns 2004 nahmen die rechtmäßigen Erben Restitutionsverhandlungen mit dem ungarischen Staat auf.

Auktion

Alte Meister und 19. Jahrhundert
Samstag, 21. November
11:30 AM
Neumarkt, 3
50667 Cologne, Deutschland

Auktionshaus

Lempertz +(49)2.21.92.57.290 altemeister@lempertz.com
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