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Jean-Baptiste Lallemand Ruinenlandschaft Öl auf Leinwand (doubliert). 35 x 63 cm. Provenienz Italienische Privatsammlung. - Österreichische Privatsammlung. Ausstellungen Roma antica: Römische Ruinen in der italienischen Kunst des 18. Jahrhunderts, Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund 1994. Literatur Ausst.-Kat.: Roma antica, Römische Ruinen in der italienischen Kunst des 18. Jahrhunderts, Dortmund 1994, S. 219. In einer idealisierten architektonischen Kulisse greift Lallemand in diesem Gemälde Elemente des Forum Romanum auf und vereint sie zu einer komplexen Komposition: Im Hintergrund ist der Tempel des Antoninus Pius und der Faustina dargestellt, und das Gebäude mit den beiden kleinen Apsiden im Mittelgrund könnte mit dem Komplex am Eingang der Diokletiansthermen identifiziert werden. Jean-Baptiste Lallemand wurde 1716 in Dijon geboren und zeigte schon in jungen Jahren eine ausgeprägte Neigung zum Zeichnen und zur perspektivischen Komposition; er studierte bei Giovanni Niccolò Servandoni und wurde 1745 zum Mitglied der Académie de Saint-Luc in Paris ernannt. Zwei Jahre später ging er nach Rom, wo er vierzehn Jahre verbrachte: Während dieses Aufenthalts entwickelte der Künstler seinen originellen Geschmack für fantasievolle klassische Landschaften. Seine monumentalen Kompositionen zeichnen sich durch eine elegante Ausgewogenheit von Perspektive und Licht sowie eine harmonische, raffinierte Atmosphäre aus. Zwischen der idealisierten Sichtweise der Kunst des 18. Jahrhunderts und dem aufkommenden Realismus des folgenden Jahrhunderts waren architektonische Fantasien wie diese im 18. Jahrhundert äußerst beliebt und spiegelten die Faszination der Epoche für die klassische Antike wider.
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