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Hans Mielich Bildnis der Anna Tucher von Schowerau, geb. Kleebühler Öl auf Holz, auf Holz aufgezogen. 85 x 66,5 cm. Bezeichnet, monogrammiert und datiert oben links: DO MAN 1551 ZALT.DO HET / ICH DISE GESTALT.VND WART. / XXXI.IAR ALT. HM (ligiert). Provenienz Slg. Baron S. H., Rom. - Slg. Mariano Rocchi (1855–1943), Rom, bis etwa 1910 (als Hans Holbein). - Privatsammlung Frankfurt a.M., 1925. - Kunsthandlung Hugo Perls, Berlin, 1928. - Julius H. Weitzner, New York/London. - Slg. Sigrid Bishop, Paddington, London, September 1948 (verso Etikett). - Deutsche Privatsammlung. - Als Leihgabe im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg, 1957-1959. - Deutsche Privatsammlung. Ausstellungen Ausstellung altdeutscher und altniederländischer Gemälde, Kunsthandlung Hugo Perls, Berlin, 1928, Nr. 29. Literatur M. Rocchi: Collection of objects of art and antiquities of Chev, Rom 1910, S. 11f., Nr. 87 (als Hans Holbein). - B. Röttger: Der Maler Hans Mielich, München 1925, S. 71f., Nr. 17, Abb. S. 73. - Ausst. Kat. Berlin 1928: Ausstellung altdeutscher und altniederländischer Gemälde, hrsg. v. Kunsthandlung Hugo Perls, Berlin 1928, S. 25, Nr. 29. - P. Strieder: Hans Mielich, in: H. Kindler (Hrsg.): Kindlers Malerei-Lexikon, Bd. 4, Zürich 1967, S. 524f., m. Abb. - R. Hoidn: Studien zu Hans Mielich als Bildnismaler, Berlin (FU Berlin, typescript), 1994, S. 56–59, Nr. 23. - K. Löcher: Hans Mielich 1516–1573. Bildnismaler in München, Kunstwissenschaftliche Studien, Bd. 100, München/Berlin 2002, S. 61 f., 221, Nr. 25, S. 147, Abb. 35. - C. Silvestrini: Mariano Rocchi Antiquario. Il commercio d'arte sull'asse Perugia-Roma tra Ottocento e Novecento, Città di Castello 2008, S. 179, Abb. 30, S. 250, Nr. 86 (als Hans Holbein). - G. Dagit: Hans Mielich und die gefräßige Zeit. Vergessene Bilder der Münchener Spätrenaissance, München 2022, S. 28, Nr. 52, S. 211, m. Abb. Das 1551 entstandene Bildnis der 31-jährigen Anna Kleebühler entstand wohl im Umfeld des Reichstags zu Augsburg. Ursprünglich bildete es zusammen mit dem Porträt ihres Gemahls Hans Tucher (Abb. 1) ein zusammengehöriges Porträtpaar. Das als Pendant ausgeführte Bildnis Tuchers wurde 1962 bei Lempertz in Köln versteigert und befindet sich heute im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg (Inv.-Nr. Gm 1624). Anna Kleebühler (auch Klebiller oder Klebihler), Tochter des Georg Kleebühler, entstammte einer angesehenen, aus Innsbruck eingewanderten Juweliersfamilie. Mielich präsentiert sie als Halbfigur vor brauntonigem Grund, in ein schwarzes, dezent floral gemustertes Kleid aus damastartig wirkendem Stoff gewandet. Mit ruhigem Blick scheint sie in die Ferne zu schauen. Ihre fein modellierten, übereinandergelegten Hände halten helle Lederhandschuhe. Zwei goldene Ringe am rechten, ein Siegelring mit rötlich-orangefarbenem Karneol am linken Zeigefinger und eine reich verzierte Châtelaine am Gürtel verweisen auf die gehobene Lebenswelt der Dargestellten und stehen zugleich in einem bemerkenswerten Zusammenhang mit ihrer familiären Herkunft. Für Vergleichsabbildungen siehe den gedruckten Katalog sowie die PDF-Fassung.
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