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Bar2 BAR2 JOE BAR TEAM (Band 1), Vents d’Ouest 1990 Originalzeichnung Nr. 38, erstmals 1989–1990 im „Moto Journal“ veröffentlicht. Signiert. Tusche und weiße Gouache auf Papier 33 × 41 cm (12,99 × 16,14 in.) Christian Debarre, alias Bar2, ist der perfekte Erbe von Franquin. Er trat 1990 mit „Joe Bar Team“ in Erscheinung, während sich der bescheidene Schöpfer von „Gaston Lagaffe“ gerade diskret und auf Zehenspitzen zurückzog. Bar2 hat das Wesen von Franquin von Anfang an verstanden: die Perfektion des Strichs, die Scharfsinnigkeit seiner Beobachtungen, seine lückenlose Recherche. Die Motorräder von Bar2 fahren ebenso wirklich wie die Autos von Franquin. Sein Sinn für Komik zeigt sich sowohl in den einfallsreichen Lautmalereien – Ergebnis einer echten Beobachtung des Klangs – als auch in den Kulissen, die niemals belanglos sind und das Frankreich der 1970er- und 1980er-Jahre so treffend widerspiegeln. Was schließlich die Psychologie seiner Figuren angeht, so ist diese Seite der absolute Beweis dafür: Die Verhaltensweisen sind treffend, präzise und fundiert; jeder Motorradfan kann diesen Figuren einen Namen und diesen Kultmotorrädern ein Datum zuordnen. Das geht über einen Gag hinaus: Hier wird die Quintessenz einer Gesellschaft, eines Milieus und einer Epoche dargestellt. Didier Pasamonik Ich frage mich wirklich, auf welchem seltsamen Weg mir dieser Gag in den Sinn gekommen ist. Jedenfalls funktioniert er wunderbar! Das ist zumindest meine sehr bescheidene Meinung. Da ich jedoch befürchte, dass er nicht von allen verstanden wird, ist es vielleicht nicht unnütz, einige Erläuterungen hinzuzufügen. Im ersten Bild ist das Fahrzeug, das mit hoher Geschwindigkeit vorbeifährt, eine leistungsstarke und sehr schnelle Kawasaki 900. Und das „WOOOSH“ bezeichnet nicht das Geräusch ihres Motors, sondern das leise Geräusch des Durchdringens der Luft. Im nächsten Bild nimmt die Geschwindigkeit ab, doch der Lärm nimmt zu. Denn auch wenn es sich hier nur um eine keuchende Malaguti handelt, weiß doch jeder, dass es für die Besitzer dieser winzigen Maschinen eine Selbstverständlichkeit war, den Auspuff zu frisieren. Als Nächstes kommt ein Harley-Davidson-Chopper, gefahren von einem äußerst trägen Biker. Doch während unser Mann in seiner Abneigung gegen Geschwindigkeit noch langsamer ist als der Jungspund aus dem vorherigen Bild, verbreiten die Auspuffrohre seiner Harley einen weitaus größeren Lärm. Und im letzten Bild ist das Motorrad umso langsamer, als ihm eine Pleuelstange gebrochen ist. Was seinem Besitzer offenbar keinen Spaß macht, denn die Schimpfwörter, die er von sich gibt, sind noch ohrenbetäubender als die Auspufftöne der Harley. Bar2
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