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[MEIBOM, Jean-Henri (1590–1655)]. MERCIER DE COMPIEGNE. Über den Nutzen der Auspeitschung bei den Freuden der Ehe und in der Medizin sowie über die Funktionen der Lendenwirbelsäule. Ein kurioses Werk, übersetzt aus dem Lateinischen von Meibomius, verziert mit Kupferstichabbildungen und angereichert mit historischen und kritischen Anmerkungen, denen der lateinische Text beigefügt ist. Paris 1792. In-12 (142 x 85 mm), blutroter Maroquin, breite Gold- und Blindprägung auf den Deckel, verziert mit speziellen Prägewerkzeugen, Innenzahnung, Kantenvergoldung auf Zeugen (Trautz-Bauzonnet). ERSTAUSGABE. Exemplar aus der Sammlung Hankey, auf großformatigem Velinpapier, beschrieben in den „Racontars d’un bibliophile“ von Cousin (S. 166–167), mit seinem Exlibris und dem Motto „C’est ma toquade“. ERSTE FRANZÖSISCHE AUFLAGE des Textes von Meibomius, der erstmals 1639 in Leiden unter dem Titel „Tractatus de usu flagrorum in re medica et venerea“ erschien. Der deutsche Arzt „Meibom erlangte in der Medizin Berühmtheit durch die Entdeckung neuer Gefäße, die zu den Augenlidern führen und nach ihm ‚Meibom-Kanäle‘ genannt wurden“ (Vorwort). Das Werk enthält in der Erstausgabe zwei schöne Abbildungen, darunter eine freie Zeichnung, signiert von G. Tex (Texier). Wunderschön ausgeführter Einband mit thematisch passenden Verzierungen, der umso seltener ist, als er von einem der größten Namen der Buchbindekunst des 19. Jahrhunderts signiert ist. SEHR SCHÖNES EXEMPLAR, FEIN VON TRAUTZ GEBUNDEN. Aus den Bibliotheken von Hankey, Ch. Cousin (Exlibris) und Roger Peyrefitte (31. Januar 1977, Nr. 146 des Katalogs). Gay-Lemonnyer I, 807 und III, 1227 (für die Originalausgabe).
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