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BERNARDO BELLOTTO (zugeschrieben) Die Schleusen von Dolo Öl auf Leinwand, 62 × 81 cm Es ist nur ein einziges von Bellotto gemaltes Bild des venezianischen Festlandes bekannt, nämlich das Werk „Die Mühlen am Brenta in Dolo“ aus der Sammlung des Viscounts von Hambleden in Henley-on-Thames, das 1744, also im Jahr seines Aufenthalts in der Lombardei, entstand. Dies belegen die außergewöhnliche Qualität des malerischen Aufbaus, die Neuartigkeit der realistischen Darstellung des Ortes, die kräftigen Hell-Dunkel-Kontraste und die tiefe Lyrik: alles Elemente, die der magischen Atmosphäre der Ansichten von Gazzada sehr nahekommen. Der Ort Dolo ist in der Kunstgeschichte weniger wegen der von Canaletto und Bellotto gemalten Ansichten berühmt geworden als vielmehr wegen der drei wunderschönen Radierungen, die Canaletto zwischen 1742 und 1744 anfertigte. Mit wenigen Abweichungen in der Anordnung der „Macchiette“ leitet sich diese Ansicht von der seines Onkels Canaletto ab, die sich im Ashmolean Museum in Oxford befindet. Bellotto tendiert jedoch zu anderen Ausdrucksformen, zu einer geradezu eindringlichen realistischen Darstellung, die seinen neuen Beitrag zur venezianischen Stadtansichtskunst darstellt, und er wird durch seine Reisen nach Dresden, Wien und Warschau dazu beitragen, diesen Stil in Europa zu verbreiten. Aus stilistischen Gründen ist die Datierung vor der Abreise nach Dresden im Jahr 1747 anzusetzen. Eintrag aus dem unten genannten Katalog, herausgegeben von Prof. Rodolfo Pallucchini. Herkunft: Privatsammlung, Bergamo Literatur: M. Valsecchi, Venezia 700 – Francesco Guardi und seine Zeit in den Privatsammlungen von Bergamo, 1969, Tafel XXXIX Ausstellungen: Bergamo, Galleria Lorenzelli, „Venezia 700 – Francesco Guardi und seine Zeit in den Privatsammlungen von Bergamo“, September – Oktober 1969.
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