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OTTO ZAPF (Roßbach, Tschechoslowakei, 1931 – Königstein im Taunus, Deutschland, 2018). Esstisch „Säulentisch“, entworfen 1967. Glasfaser, harzverstärkt, in Elfenbeinweiß lackiert. In gutem Zustand, mit leichten Gebrauchsspuren und Oberflächenabnutzungen. Maße: 72,5 x Ø 126 cm. Der 1967 entworfene „Säulentisch“ ist eines der repräsentativsten Werke aus Otto Zapfs experimenteller Schaffensphase und ein herausragendes Beispiel für deutsches Design im Stil der Space-Age-Ästhetik. Er besteht aus Glasfaser und verfügt über eine breite, runde Tischplatte, die von einer einzigen zentralen Säule getragen wird, deren organisches Profil sich zur Spitze und zum Sockel hin verbreitert und so eine durchgehende, skulpturale Silhouette bildet. Die Verwendung dieses Materials ermöglichte es dem Designer, neue strukturelle Möglichkeiten zu erkunden, sich von rechten Winkeln zu lösen und fließende Formen zu nutzen. Seine elfenbeinweiße Oberfläche unterstreicht die Reinheit seiner Linien und seine futuristische Ästhetik. Das Modell wurde ursprünglich in limitierter Auflage produziert, was zu seiner Attraktivität im Bereich der Designermöbel der 1960er Jahre beiträgt. Otto Zapf war einer der Pioniere des deutschen Industriedesigns der Nachkriegszeit und besonders bekannt für seine Forschungen zu synthetischen Materialien und modularen Möbelsystemen. 1959 gründete er gemeinsam mit Niels Wiese Vitsœ die Firma Vitsœ + Zapf, die mit den innovativen Entwürfen von Dieter Rams in Verbindung stand. 1967 gründete er sein eigenes Studio und begann eine Phase des Experimentierens mit Glasfaser, aus der Modelle wie „Column“ und „Illuminated Column“ hervorgingen. Später arbeitete er mit großen Herstellern wie Knoll, COR und B&B Italia zusammen. 1972 erhielt er den Bundespreis „Gute Form“, und 2020 widmete ihm das Stadtmuseum in Eschborn eine Retrospektive.
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