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[MANUSKRIPT – MUSIK]. Akt II der Oper „La Vestale“ von Spontini, bearbeitet [sic] für Klavier zu vier Händen von F.H. Pisebel. Wunderschönes Musikmanuskript aus dem 19. Jahrhundert von hoher kalligraphischer Qualität. 1 Titelblatt und 70 Seiten handgeschriebene Noten in einem ungebundenen In-4-Band, geheftet, mit einem zeitgenössischen Einband aus gekörntem Papier, glatter, unbeschrifteter Rücken. Gebrauchsspuren am Einband. Notenmanuskript aus der Romantik. Das Titelblatt ist elegant in feiner, fließender englischer Schrift mit schwarzer Tinte geschrieben. Der gesamte Notentext ist mit derselben Sorgfalt verfasst, wobei die Tinte ihre volle Farbtiefe bewahrt hat. Die regelmäßige und klare Handschrift zeugt von der gewissenhaften Sorgfalt eines professionellen Musikers. Diese vierstimmige Bearbeitung spiegelt die Praxis jener Zeit wider: die Kraft und den Reichtum der Opernstücke in den bürgerlichen Salons wiederzugeben. Gaspare Spontinis (1774–1851) „La Vestale“, 1807 in Paris uraufgeführt, ist das lyrische Meisterwerk des Ersten Kaiserreichs. Der zweite Akt bildet den dramatischen Höhepunkt und den musikalischen Höhepunkt: Die Vestalin Julia ist darin hin- und hergerissen zwischen ihrem religiösen Gelübde und ihrer Leidenschaft für den General Licinius. Von ihren Gefühlen überwältigt, begeht sie das schlimmste Sakrileg, indem sie das heilige Feuer erlöschen lässt. Unser Manuskript enthält die großen Bravourstücke dieses Aktes, darunter die ergreifende Kavatine der Julia, die des Licinius, die berühmte Arie „Gnadenlose Götter“ sowie das monumentale Finale. Stempel der „Berset-Müllerstiftung“ aus Gümlingen (Schweiz), einer 1894 gegründeten Stiftung, die ursprünglich als Alters- und Pflegeheim für Lehrer und deren Witwen diente. In sehr gutem Zustand.
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