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GONCOURT, Edmond und Jules. Intime Porträts des 18. Jahrhunderts. Neue Studien auf der Grundlage von Autographen und unveröffentlichten Dokumenten. Erstausgabe, wertvolles Exemplar mit einer Widmung der Brüder Goncourt an ihren Kollegen Théophile Gautier. Paris, Dentu, 1857. In-12, halb in tannengrünem Chagrin, gerippter Rücken, doppelte Goldprägung als Einrahmung der mit einem zentralen Fleuron verzierten Felder, gesprenkelte Schnittkanten. XII und 271 Seiten. Leichte Gebrauchsspuren am Einband, Stockflecken auf den ersten und letzten Blättern. Erstausgabe, in der die Brüder Goncourt zehn historische Studien präsentieren: Ludwig XVI., Bachaumont, Beaumarchais, Abbé Leblanc, Doyen, Camargo, Dulaurens, Théroigne de Méricourt, Watteau, Mademoiselle de Romans. Für ihre Biografien bemühen sich die beiden Brüder, in Frankreich oder im Ausland bisher unveröffentlichte Briefwechsel aufzuspüren, die Aufschluss über die jeweilige Persönlichkeit geben. Das Vorwort enthält übrigens eine schwungvolle Würdigung des eigenhändigen Dokuments: „Magischer Spiegel, in dem die sichtbare Absicht und der nackte Gedanke widergespiegelt werden! Dieses mit Tinte befleckte Papier ist der Pfropfstock, auf dem die menschliche Seele ruht“ … Seltenes Exemplar, bereichert durch eine kurze, signierte Widmung an Théophile Gautier (1811–1872). Als unverzichtbare Persönlichkeiten der berühmten Magny-Dinner und des Salons der Prinzessin Mathilde während des Zweiten Kaiserreichs hegten die Goncourt-Brüder aufrichtige Bewunderung für Gautier und betrachteten ihn als unbestrittenen Meister der Romantik. Auch wenn ihr berühmtes Tagebuch für das Jahr 1857 die körperlichen Schwächen und die Resignation des Mannes nicht verschweigt, bleiben die beiden Brüder seinem stilistischen Genie gegenüber alles in allem voller Lob. Gutes Exemplar in einem Einband aus der Zeit.
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