Pour modifier votre ordre d’achat,
contactez la maison de ventes.
Le prix de réserve est le prix minimum accepté par le vendeur. Les enchérisseurs ne peuvent pas voir ce prix. Pour pouvoir remporter un objet, vous devez soumettre la meilleure enchère, et atteindre ou dépasser le prix de réserve.
Les inscriptions sont closes pour cette vente. Vous ne pouvez pas enchérir
Les montants convertis sont fournis à titre indicatif uniquement. Seule la devise déterminée par la maison de ventes fait foi. Vous pouvez sélectionner une autre devise en allant dans la section "Préférences" de votre profil.
Frais incluant les frais de l'étude et de la plateforme. Pour plus de précisions, veuillez vous référer aux conditions générales de vente de la maison de ventes.
FALLET, René. Signierter, eigenhändiger Brief an André Breton, gefolgt von drei eigenhändigen Gedichten. Langer und ergreifender Brief aus René Fallets Jugend, in dem er seine tiefe Verzweiflung bekennt. 2 Seiten im Format in-4, verfasst auf Briefpapier mit dem Briefkopf der Zeitung „Libération“, „Paris, 27. Juni 1946“, mit Umschlag, auf dem die gedruckte Adresse der Zeitung „Libération“ steht. Kleine Papierfehlstellen am oberen Rand und in der unteren linken Ecke. In diesem Brief, der spontan aus der Redaktionszentrale der Zeitung „Libération“ verfasst wurde, wirft der damals 19-jährige René Fallet (1927–1983) dem Papst des Surrealismus feierlich eine Flaschenbotschaft zu. „Man muss André Breton heißen, um zu verstehen, was ich zu sagen habe. Gäbe es heutzutage eine surrealistische Zentrale, wäre ich dorthin gegangen, um mein Herz auszuschütten. Aber das spielt letztlich keine Rolle, da Sie ja da sind. Kurz gesagt, mein Fall ist folgender: Ich bin LEER“ … Der junge Mann schildert einen chaotischen Lebensweg: fehlende Schulbildung, Gelegenheitsjobs, die Inhaftierung seines Vaters, weil er die Marseillaise gesungen hatte (dessen Freilassung er durch einen Brief an Marschall Pétain erreichte), seine freiwillige Meldung mit 16½ Jahren, „ein Jahr in Uniform voller eitriger Langeweile, des Jochs, 40 Tage Gefängnis wegen Beleidigung eines Vorgesetzten“... Mit 18½ kam er dank Blaise Cendrars, der seine ersten Gedichte entdeckte, zur Zeitung „Libération“; der junge Mann baute sich „einen Damm aus leichtfertigem Optimismus auf, um mühelos durchzuhalten“ und wurde zu einem „kleinen Witzbold“. Bis zu dem Moment, als: … „nichts mehr, die Leere […] plötzlich auftauchte wie eine tote Fliege, die von der Decke fällt“. Er versucht es mit Alkohol, vergeblich, und geht zur Tat über: „Also wollte ich den großen Coup versuchen, diesen großen Coup, der vor drei oder vier Stunden gerade gescheitert ist“. Nachdem er eine sentimentale Enttäuschung angesprochen hat, analysiert er seine Notlage mit erschreckender Klarheit: … „Es ist kein Liebeskummer und nicht einmal eine Enttäuschung, sondern ganz und gar ein Leid des Lebens [...] Wohin gehe ich, in welche Sackgasse? Welches mögliche Heilmittel gibt es? Und ich weigere mich aus ganzer Seele, mit all meiner jugendlichen Kraft, das Wort ‚Selbstmord‘ auszusprechen. Antworten Sie mir. [...] Seien Sie meiner Dankbarkeit, meiner unermesslichen Verwirrung und meiner Liebe zu Ihrem erhabenen Genie versichert.“ Der Brief endet mit drei unveröffentlichten, eigenhändig verfassten Gedichten, einem Triptychon als Opfergabe: „Lass uns spazieren gehen, meine Alte / auf den Matten des Schlaraffenlandes / des Weckers / Gott möge sie ruhig / mit Rasierklingen besetzen / wir werden uns auf ihnen drehen / phänomenale Ellipsen / fürchtest du krankhaft den Schwindel / ich sehe darin nichts / ich lasse mich treiben / Leben der Leere, das Gierige / Meine Haut wird die Aura haben oder auch nicht / Beim Strohhalm / Oder bei Kopf oder Zahl“… Ein großartiges Dokument.
La livraison est optionnelle. Vous pouvez recourir au transporteur de votre choix. Le prix indiqué n’inclut ni le prix du lot, ni les frais de la maison de vente.