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CALVIN, Jean. Catechismus Ecclesiae Geneuensis, das heißt: Formula erudiendi pueros in doctrina Christi. Bemerkenswerte, in Pergament gebundene Sammelausgabe von 1628, die eine zu Lebzeiten von Jean Calvin in Genf gedruckte Ausgabe seines Katechismus (1550) enthält, vereint mit zwei bedeutenden Texten von Heinrich Bullinger – die „Confessio“ und die „Expositio Simplex“ (1608), vollständig mit Anmerkungen des Theologen Ludwig Lucius versehen, sowie die „Summa Christenlicher Religion“ (1576). 3 Titel in 1 kräftigem Band im Format in-12, voll in Pergament mit Überzug, gerader Rücken, doppelte Blindprägung als Einrahmung der Buchdeckel, der obere Buchdeckel mit der Aufschrift „R.W.V 1628“, blaue Schnittkanten. Stoffverschlüsse fehlen, Schnittkanten leicht verblasst, vereinzelte Stockflecken. Blätter der „Confessio“ leicht gebräunt. Dem Calvin-Band gehen 16 weiße Einbandblätter voraus. Außergewöhnliche Sammelausgabe mit folgenden Werken: - CALVIN, Jean. Catechismus Ecclesiae Geneuensis, hoc est, Formula erudiendi pueros in doctrina Christi. Genf, Apud Ioannem Crispinum (Jean Crespin) Conradi Badii opera, 1550. 132 Seiten. Äußerst seltener Genfer Druck der offiziellen lateinischen Fassung des Katechismus. Diese zu Lebzeiten Calvins (1509–1564) bei Crespin gedruckten Ausgaben sind fast schon „Inkunabeln“ der Reformation. Dieses Handbuch zur religiösen Unterweisung ist in einer sehr einfachen Frage-Antwort-Form zwischen einem Pfarrer (dem protestantischen Priester) und einem Kind verfasst und gliedert sich in vier Teile: den Glauben (das Credo), das Gesetz (die Zehn Gebote), das Gebet (das Vaterunser) und die Sakramente (die Taufe und das Abendmahl). Zusammengebunden mit zwei Ausgaben von Heinrich BULLINGER (1504–1575), einem der Gründerväter der protestantischen Reformation in der Schweiz. - Confessio & Expositio Simplex Orthodoxae Fidei et dogmatum Catholicorum sincerae religionis Christianae… Zürich, In officina Wolphiana (Johannes Wolf), 1608. 8 ff.n.ch. und 72 S. Lateinische Ausgabe des Zweiten Helvetischen Glaubensbekenntnisses, eines der bedeutendsten Bekenntnistexte des reformierten Protestantismus, das die endgültige dogmatische Einheit zwischen den theologischen Strömungen von Zürich (Zwinglianer) und Genf (Calvinisten) besiegelt. Wertvolles, vollständig mit Anmerkungen versehenes Exemplar des calvinistischen Theologen und Professors für Logik an der Basler Akademie, Ludwig Lucius (1577–1642), der im Kolophon angibt, die Notizen aus dem Studienexemplar von Metrophanes Kritopoulos (1589–1639), dem späteren Patriarchen von Alexandria, der sich damals in Europa und insbesondere in Basel in der Ausbildung befand, Wort für Wort abgeschrieben hat. Die Anmerkungen tragen übrigens die Initialen „M. C.“ für Metrophanes Kritopoulos. - Summa Christenlicher Religion... Zürich, Christoph Froschauer, 1576. 8 unnummerierte Blätter und 184 Seiten. Schöner Druck in gotischer Schrift. Es handelt sich um ein populärwissenschaftliches Lehrbuch, das in der deutschen Volkssprache verfasst ist. Handgeschriebenes Exlibris auf dem Titelblatt: „Johann Herr von Escher Manu ppria“; die Familie Escher war eine der ältesten und einflussreichsten Patrizier- und Bürgerfamilien der Stadt Zürich. Sehr gut erhaltener Einband, datiert auf das Jahr 1628. Die vergoldeten Initialen „R.W.V.“ auf dem Oberdeckel stammen von Reinhard Wasserhun (1586–1652), dessen handgeschriebenes Exlibris das erste Blatt des Einbands ziert. Reinhard Wasserhun (1586–1652), Bürger und Gelehrter, studierte an der Universität Basel zu einer Zeit, als Ludwig Lucius dort lehrte. Er ist der große Gestalter dieses außergewöhnlichen Exemplars.
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