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Raphaël Drouart, Orientalische Szene Männer und Frauen in der Oase am Brunnen beim Wasserschöpfen, gering pastose Malerei mit breitem Pinselduktus in kraftvoller Farbigkeit, Öl auf Karton, rechts unten undeutlich signiert, datiert und ortsbezeichnet "Giessen 1916? R. Drouart", rückseitig auf dem Rahmen neuzeitliche Annotation "Raphael Drouart 1894-1972, 1916 Kriegsgefangenenlager Gießen", minimale Altersspuren, schön gerahmt, Falzmaße ca. 37,5 x 47,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Maurice Raphaël (Raphael) Drouart, frz. Graphiker, Maler, Plastiker und Illustrator (1884 Choisy-le-Roi/Val-de-Marne bis 1972 Nogent-sur-Marne), ab 1903 Studium an der École des Beaux-Arts in Paris bei Fernand Cormon, beschickte ab 1909 den Salon der Société Nationale des Beaux-Arts in Paris, unternahm 1910 eine Studienreise nach Italien, Deutschland und den Niederlanden, anschließend Schüler der Académie Ranson beim Symbolisten und Mitbegründer der Künstlergruppe "Les Nabis" Maurice Denis, 1912-13 Mitarbeiter von Maurice Denis bei der Bemalung der Decke des Théâtre des Champs-Élysées, ab ca. 1914 vor allem als Graphiker tätig, als Freiwilliger Teilnahme am 1. Weltkrieg in der Argonne, geriet hier 1915 in Kriegsgefangenschaft und bis 1918 Internierung im Kriegsgefangenenlager Gießen, ab 1918 vor allem als Radierer, Kupferstecher, Lithograph und Mezzotintokünstler in Paris tätig, Mitglied der Société de la gravure sur bois originale, beschickte ab 1919 den Pariser Salon, in den 1920er Jahren Mitglied der Künstlergruppe "L’Evolution", 1938 Ernennung zum Ritter der Ehrenlegion, ab 1940 auf der Île de Ré in Les Portes-en-Ré ansässig, ab 1965 im Künstlerheim in Nogent-sur-Marne, Quelle: Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit, Info des Musée Ernest Cognacq Saint-Martin-de-Ré und Internet.
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