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Wilhelm Woernle, "Engel des Lebens" nach Segantini Giovanni Segantini (1858-1899) schuf in den Jahren 1894-96 in mehreren Varianten das vorliegende symbolistische Motiv "L'angelo della vita" einer jungen Mutter mit Kleinkind, im knorrigen Geäst eines Laubbaums vor gebirgiger Landschaft des Engadins, als Verkörperung von Natur und Mütterlichkeit und spielt damit subtil auf tradierten christlichen Kontext mit Maria und Jesus an, Radierung nach dem Motiv von Segantini, um 1910, unter der Darstellung rechts in Blei signiert "Wilh. Woernle", im unteren Blattbereich Prägestempel "Gesellschaft für vervielfältigte Kunst Wien", geringe Altersspuren, hinter Glas gerahmt, Darstellungsmaße ca. 32 x 24,5 cm. Künstlerinfo: dt.-österr. Maler, Graphiker und Reproduktionsstecher (1849 Stuttgart bis 1916 Wien), 1863-67 Lehre zum Kupferstecher und Radierer bei Veit Froer (1828-1900) in Stuttgart, parallel Schüler der Stuttgarter Kunstschule bei Bernhard von Neher, danach Mitarbeiter des Ateliers des Reproduktionsstechers Adolf Wagenmann, anschließend freundschaftlich gefördert durch Heinrich Zügel in München, 1873-75 Studienreise nach Italien mit Aufenthalt in Venedig, anlässlich des Besuchs Kaiser Franz Joseph I. in Venedig fertigte er Illustrationszeichnungen für die "Illustrierte Zeitung", die als Xylographien weite Verbreitung fanden, um 1875 Rückkehr als Maler und Radierer nach München, lieferte hier Beiträge für die „Zeitschrift für bildende Kunst“ des Verlags E. A. Seemann, parallel tätig für den Verein für vervielfältigende Kunst in Wien, 1879 Übersiedlung nach Wien, hier freundschaftlich gefördert durch William Unger und ab 1881 dessen Nachfolger als Lehrer für Radiertechniken an der Wiener Kunstgewerbeschule, 1882 erneut Aufenthalt in Italien, 1885 Ehrung mit der Goldmedaille für Kunst und Wissenschaft durch König Karl von Württemberg, beschickte unter anderem 1883 die „Internationale Ausstellung der graphischen Künste“ und die Wiener Jahresausstellungen, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Wurzbach, Boetticher, Müller-Singer, Jansa und Internet.
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