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A copy of one of the ceremonial versions of a Negau helmet, circa 1900 Aus der Sammlung L. Marzoli erworbene, hochwertige Kopie eines Negauer Helmes mit der überzeugend wirkenden Anmutung eines Bodenfundes und sekundär sowie künstlich erstellten Merkmalen wie kleinen Rissen in der Kalotte, grüner Patina mit Inkrustationen. Der Helm vereint verschiedene Merkmale von unterschiedlichen Untertypen Negauer Helme: Die waagrechte Krempe am Rand mit niedrigem Saum nahm sich Helme vom Typ Belmonte zum Vorbild. Technisch inkorrekt ist aber der massiv gegossene Saum, der bei originalen Helmen immer aus umgebörteltem Blech besteht. Der mit einem aus dem Blech herausgetriebenem Kamm auf dem Scheitel kommt nur bei der alpinen Variante vor, die aber einen hohen Krempensaum besitzt. Die beiden Voluten auf der Stirn, die aus dem Helmkamm hervorgehen, sind wohl von Helmen wie aus S. Pietro di Campiano (wiederum Typ Belmonte) inspiriert, ebenso der dazwischen liegende Kreis mit Buckel in der Mitte und Dorn darüber. Die beiden seitlich aus der Kalotte herausgetriebenen Buckel sind auch ein falsch verstandenes und umgesetztes Merkmal. Vereinzelt besitzen Negauer Helme auch solche seitlichen Buckel, die jedoch immer separat gearbeitet und montiert sind, wie bei den früheren „Buckelhelmen“, wo sie ein den Typ konstituierendes Merkmal darstellen. Die beiden massiven Helmbuschhalter gibt es auch an verschiedenen Negauerhelmen. In Kombination mit dem herausgetriebenen Helmkamm alpinen Typs machen sie jedoch wenig Sinn. Der Helm besitzt noch das typische von einem Aluminiumrahmen eingefasste runde Etikett der Sammlung Marzoli (3023), die neben Originalen zahlreiche Fälschungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts umfasste, die lange Zeit auch unerkannt blieben. Eine sehr dekorative und raffiniert angefertigte Kopie, deren unstimmige Details sich erst dem Fachmann bei näherer Betrachtung erschließen. Zugleich ein sammlungsgeschichtlich interessantes und prominentes Objekt. Maße: 20 x 28,5 x 24 cm. Provenienz: Sammlung Axel Guttmann, für diese aus der Sammlung L. Marzoli Ende der 80er Jahre erworben. Condition: I -
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