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A pair of late antique bronze candelabras, 5th - 6th century Zwei gleichartig gestaltete Kandelaber eines zusammengehörigen Paares. Technische und stilistische Merkmale lassen das Paar eindeutig in die Spätantike datieren. Massiv gegossene, nach oben gewölbte Standfläche mit drei stark stilisierten, nach außen gespreizten Tierfüßen. Der Rand der Standfläche am Ansatz der Tierfüße profiliert (Wellenberg, flankiert von zwei Wellentälern, die am Rand in kleine hervorragende Spitzen übergehen), dazwischen grob gekerbt. Auf der Wölbung unten und oben Drehrillen. In der Mitte der Wölbung zylindrischer Aufsatz mit konkav eingezogenen Seiten. Auf dieses gegossene, abgedrehte und kalt nachgearbeitete Unterteil ist der untere Teil einer zweiteiligen Bronzesäule verlötet. Der untere Abschnitt stark profiliert, mit einer kräftigen Wulst zwischen zwei konischen, sich zur Wulst hin verjüngenden Abschnitten, die Oberfläche zusätzlich durch Drehrillen gegliedert. Darüber ein langer, zylindrischer Säulenabschnitt, durch zwei flache, profilierte Bänder in unterer und oberer Hälfte verziert. Auf das Ende der unteren Säulenhälfte eine mit Drehrillen versehene Wulst mit kurzen Röhren am oberen und unteren Ende gesteckt und verlötet, womit untere und obere Säulenhälfte verbunden sind. Die obere Säulenhälfte ist spiegelsymmetrisch identisch mit der unteren aufgebaut. Unten steckt die obere Säulenhälfte in der mittleren Wulst, oben befindet sich ein gleich aufgebauter, stark profilierter Abschnitt, an dem oben ein massiver Bronzeteller festgelötet war (heute in beiden Fällen lose), mit nach oben abgesetzter Fahne und mehreren konzentrischen Drehrillen. In der Mitte des Tellers ein durchbrochener Aufsatz von quadratischem Grundriss verlötet, der als Architekturmodell verstanden werden kann. Ein auf vier Pfeilern ruhender Baldachin mit gebogenen Ausschnitten unterhalb der pyramidenförmigen Dachkonstruktion. Die Spitze des Daches geht in einen Konus über, auf dem ein massiver, langer und vierkantiger Dorn mit konischer Profilierung am unteren Ende verlötet ist. Gesamthöhe 141 cm. Breite der Standfläche von Fuß zu Fuß 32 cm. Durchmesser des Tellers 22,8 cm. Gewicht 20 kg. Die antiken Lötstellen lose oder modern verklebt. Dunkelgrüne Patina mit Inkrustationen und leichten Korrosionsnarben an diversen Stellen, partiell Oxydauflagen. Auf die vierkantigen Dorne wurden wohl große Öllampen aus Bronze aufgesteckt, die vierkantige Kanäle zum Aufstecken auf der Unterseite hatten. Dergleichen Lösungen sind von zahlreichen kleinen Kandelabern gleicher Zeitstellung mit dazugehörigen Öllampen bekannt. In dieser monumentalen Größe sind die vorliegenden frühbyzantinischen Kandelaber eine ausgesprochene Seltenheit. ACHTUNG: Selbstabholung oder bitte vor der Auktion Versandangebot einholen! KULTURGUT! Provenienz: Aus einer Süddeutschen Privatsammlung, geerbt in den frühen 2000ern von dem Vater, der 2013 gestorben ist. Condition: II - III
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