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Münchner Synagoge – Métivier (Jean Baptiste): Grundrisse, Durchschnitte und Fassaden sowie einige Details der Synagoge in München, erbaut im Jahre 1824/25, einzige Auflage, 12 lithografierte Tafeln und Pläne (einige mit Stockflecken), mit einem zusätzlichen Satz Tafeln auf Whatman-Papier und mit feiner Handkolorierung, zeitgenössische glasierte rote Buchdeckel mit vergoldeter Einfassung, Rücken vergoldet, gut erhalten, mit eingebundenem originalem blauem Druckumschlag, leichte Flecken auf den Buchdeckeln, an den Kanten etwas abgerieben, Rücken leicht verblasst, Folio, München, J.M. Herrmann, [ca. 1825]. *** Ein reizendes und wahrscheinlich einzigartiges Exemplar dieser seltenen Beschreibung der ersten Synagoge in München, die dem bayerischen Königshaus als Geschenk bestimmt war, speziell gebunden und mit einem zusätzlichen Satz handkolorierter Tafeln. Die zarten Lavuren und Kolorierungen verleihen den ursprünglichen Strichzeichnungen eine weitaus dreidimensionalere Wirkung, als handele es sich um Originalzeichnungen. Während der Napoleonischen Kriege war die Zahl der Juden in München gestiegen, und 1824 wurde eine Baugenehmigung für eine Synagoge erteilt. Jean Baptiste Métivier (1781–1857) war königlicher Bauinspektor, der zahlreiche Paläste für den Adel entwarf. Er bevorzugte für das Gebäude einen neoklassizistischen Stil in der Hoffnung, dass es als Vorbild für künftige Synagogen in Bayern dienen würde; spätere Bauten wurden jedoch in einem eher orientalischen Stil errichtet. Die Synagoge wurde 1938 während der Reichspogromnacht von den Nationalsozialisten zerstört. Herkunft: Aus der Wittelsbacher Bibliothek der Herzöge und Könige von Bayern.
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