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Meissen Königliche Porzellanmanufaktur Früher Walzenkrug mit Gedenkmedaille auf Prinz Carl Philipp von Braunschweig-Lüneburg (1669 - 1690) Porzellan, unterglasurblauer Dekor; Fußring und Klappdeckel aus Silber, innen vergoldet. Modell mit breitem Bandhenkel und eingezogenem Lippenrand. Umlaufend fein gemalte indianische Blumen über einem Lochfelsen und darauf hockendem Vogel. Um den oberen Rand eine vegetabile Ornamentbordüre mit vier Reserven. Silberdeckel mit Münzabdruck: Avers das nach links gerichtete Profilbildnis des Prinzen, bezeichnet "CAROL . PHIL . PRINC . BR . ET . LVN" (Carolus Philippus Princeps Brunsvicensis et Luneburgensis), signiert "Karlsten" am rechten Arm; Revers ein von einem Blitz getroffener und umstürzender Obelisk mit bekrönendem Halbmond und der Inschrift "GEMINAT LVCEM FLAMMAMQVE CADENDO" (Im Fallen verdoppelt er Licht und Flamme). Unglasierter Boden mit undeutlicher Blaumarke Schwerter. Flächiges Krakelee innen und außen, gekitteter Riss links vom Henkel. Mit Daumenrast H 17,5 cm. Meissen, um 1725/30, der Münzabdruck nach Arved Karlsteen (1647 - 1718). Carl Philipp (1669 - 1690) war ein Sohn des späteren Kurfürsten Ernst August von Hannover (1629 - 1698) und der Kurfürstin Sophie von der Pfalz (1630 - 1714). Er fiel am 1. Januar 1690 bei Pristina im Kampf gegen die Osmanen. Literatur Vgl. verschiedene Humpen mit vergleichbarem Dekor bei v. Barsewisch, Unterglasurblaue Malerei, in: Keramos 121/1988, Abb. 120 ff, S. 70. Ein frühes Vasenpaar mit unterglasurblauem Dekor und vergleichbarer Randbordüre bei den Blaauwen, Meissen Porcelain in the Rijksmuseum, Amsterdam 2000, Kat. Nr. 15. S.a. ein Humpen mit Chysanthemen- und Päonien-Dekor bei Schneider (Hg), "Kobaltblau" Meißener Porzellan des 18. Jahrhunderts aus einer rheinischen Privatsammlung, Aachen 2001, Kat.Nr. 30.
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