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Exzeptionelles Paar verspiegelter Schreibschränke Nuss, Nussmaser, Pflaume auf Weichholz; gravierte Messingbeschläge, verspiegeltes, facettiertes Glas. A deux corps. Schreibschrank mit Kniehöhle, flankiert von je vier Schüben seitlich unter einer schrägen Pultlade. Gerader zweitüriger Aufsatzschrank über einer Reihe mit drei Schüben. Im Aufsatz zahlreiche Schübe und Fächer sowie ein herausziehbares Schreibpult. Spuren früheren Insektenbefalls professionell restauriert. H 199,5, B 103, T 75,5 cm. Wien, zugeschrieben, um 1720 - 30. Dieses Paar Schreibmöbel zählt zu einer kleinen Gruppe ähnlicher Möbel, die wohl in einer Werkstatt in Wien in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden. Sie folgen dem streng geradlinigen englischen „bureau bookcase“ der Queen Anne Periode, ein Schreibschrank mit Kommodenunterteil, Schreibfach mit schräger Frontklappe und zweitürigem Aufsatz. Die gestalterischen Eigenheiten der Wiener Möbel, die Kniehöhlen, die Bandelwerk-Marketerie in hellem Maserholzfond, ebenso wie die außen liegenden gravierten Winkelbeschläge für die Türen lassen sich bei allen Stücken dieser Gruppe beobachten. Ein vergleichbares Möbel mit furnierten und nicht verspiegelten Türfüllungen, angefertigt für Fürst Adam Franz von Schwarzenberg (1680 - 1732), befindet sich in der Sammlung des MAK Wien, Inv. Nr. LGH 2027. Ein weiteres Exemplar, das sich ebenfalls dieser Wiener Gruppe zuordnen lässt, steht in der Sammlung Palais Rohan in Strasbourg.
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