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Das Krebswunder des heiligen Franz Xaver Petit point-Stickerei mit Schlaufenstich in gefärbter Seide auf Stramin, auf Karton montiert, gerahmt. Mittig der Heilige Franz Xaver mit zum Gebet gefalteten Händen, am Ufer des Indischen Ozeans knieend. Vor ihm im Wasser der Krebs mit dem Kruzifix zwischen den Scheren. Hinter ihm mehrere indigene Personen. Stellenweise Verluste im Schwarz, kleine Flecken. H 21,5, B 28,5 cm. Rahmen H 28, B 38 cm. Nach einem Stich von Bartholomäus Kilian (1630 - 1696), 18. Jh. Vom sog. Krebswunder wird in einer Legende aus dem Leben des heiligen Franz Xaver (1506 - 1552) erzählt. Während eines Sturms auf einer Schiffsreise wirft er sein Kruzifix an einer Schnur befestigt ins Wasser, woraufhin sich der Sturm sofort beruhigt. Das Kruzifix geht jedoch verloren. Nachdem das Schiff unbeschädigt das Festland erreicht hat, kommt ein Krebs auf Franz Xaver zu, der ihm das Kruzifix zurückbringt. Der Jesuit gilt als einer der Wegbereiter der christlichen Mission in Asien. Die Stickerei entstand nach einem Stich des Augsburger Kupferstechers Bartholomäus Kilian (1630 - 1696). Das Blatt befindet sich in Braunschweig, Herzog Anton Ulrich-Museum, Inventar-Nr. BKilian AB 2.205. Provenienz Christie's London Auktion am 8. Mai 1969, Lot 148. Christie's London Auktion am 24. Januar 2001, Lot 88. Ausstellungen China und Europa. Chinaverständnis und Chinamode im 17. und 18. Jahrhundert, vom 16. September bis 11. November 1973 im Schloss Charlottenburg, Berlin. Literatur Zu Kilian s. Hämmerle, "Kilian, Augsburger Verleger- und Kupferstecher-Familie des 16. - 18. Jahrhunderts", in: Thieme/Becker/Vollmer (Hg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Band 20, Leipzig 1927, S. 288 ff.
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