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Kabinettscheibe mit der Geschichte des Hiob Entfärbtes, leicht blasiges Glas und Farbglas, bemalt mit braun-schwarzem Pigment und silbergelber Lasur; alte Bleistege, jüngerer Rahmen aus Schmiedeeisen. Unten rechts eine ältere Inv. Nr. 2230. Einige Risse. Rahmen H 72,5, B 46,8 cm. Brabant, um 1530. Es gibt nicht viele Darstellungen des verarmten und von Geschwüren geplagten Hiob, den seine Frau fragt, warum er noch immer an Gott glaubt - obwohl genau diese Fragestellung im Verlauf der Jahrhunderte nie an Aktualität verloren hat. Im linken Hintergrund stehen zwei seiner drei Freunde, die versuchen, ihn zu trösten. Rechts hinten geht sein Besitz in Flammen auf, und sein Vieh wird erschlagen. Das Sujet des verzweifelt auf dem Misthaufen sitzenden Hiob, den seine Frau mit Wasser übergießt, wurde erstmals von Albrecht Dürer 1505 auf der Außentafel einer Altarretabel prominent platziert (seit 1840 im Städel Museum Frankfurt). Eine der frühesten Drucke findet sich in der Bibel des französischen Theologen Jean Benoît (um 1484 - 1573), publiziert in Paris ab 1549 - ca. 20 Jahre nach der Entstehung dieser Kabinettscheibe. Für die Bemalung der Hiob-Scheibe kommt möglicherweise der 1480 in Leuven geborene Maler und Glasmaler Jan Rombouts d. Ä. infrage. Es gibt wenig überlieferte Daten zu seinem Werdegang. Man weiß, dass er von 1519 bis zu seinem Tod 1535 als Dechant in Leuven tätig war und wohl die Stadt nie länger verlassen hat. Die Sammlung The Metropolitan Museum of Art New York besitzt 13 Scheiben, die Jan Rombouts zugeordnet sind. Darunter befindet sich die 1529 datierte Verspottung Christi (obj. no. 41.190.454), in der das Gesicht der grün gekleideten Hintergrundfigur der des Hiob verblüffend gleicht. Provenienz Deutscher Privatbesitz, 1979 in der Pre-Raphaelite Gallery London erworben.
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