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Dame Lucie Rie (Wien 1902 - 1995 London) Sieben Tassen mit Untertassen Feinsteinzeug, weiß glasiert, seidenmatte schwarz-braune Manganglasur mit silbrig schimmernden Partien. Erhabene Ligaturmarke LR. Zwei Untertassen mit Randchips und einem Riss. Tasse H 5,6, UT D ca. 13,6 cm. Um 1950/60. Nach ihrer Flucht aus Wien im Jahr 1938 musste die Keramikkünstlerin Lucie Rie in London nahezu von Grund auf neu beginnen. Die ersten Jahre gestalteten sich schwierig, da Rie als Österreicherin den Status eines „enemy alien“ hatte. Ihren Lebensunterhalt sicherte sie mit dem Aufbau einer Werkstatt für keramische Knöpfe. Durch ihre Experimente mit Glasuren konnte sie Modehäusern farblich abgestimmte Knopfserien anbieten, die auf große Nachfrage stießen. Gleichzeitig entwickelte sie ihre eigene künstlerische Praxis weiter. In den Nachkriegsjahren konzentrierte sich Lucie Rie stärker auf die Materialien Steinzeug und Porzellan. Sie entwickelte "Tableware", Gebrauchsgeschirr, das durabel war und günstig angeboten werden konnte. Provenienz Rheinische Privatsammlung.
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