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Emmy Roth Zigarettenkasten von Emmy Roth Messing, innen mit Resten von Versilberung. Zwischen zwei aufrechten Seitenwänden mit kleinen ausgestellten Handhaben der halbrund gemuldete Korpus. Die flachen, gegenständigen Scharnierdeckel mit asymmetrisch angeordneten Griffen. Marken: Gestempelt mit dem Signet Emmy Roth (Bröhan Nr. 267). H 4,9; B 18; T 8 cm. Berlin, Emmy Roth, 1920er Jahre. Emmy Roth (1885 - 1942) eröffnete um 1906/07 - nach ihrer Ausbildung bei C. A. Beumers in Düsseldorf - ihre erste eigene Werkstatt in Berlin. Von 1923 - 1933 hatte sie ihr Atelier in der Clausewitzstraße 8 in Charlottenburg. Ihre „herausragenden künstlerischen Qualitäten gründeten nicht zuletzt auf ihrer Beherrschung offenbar sämtlicher Techniken der Gold- und Silberschmiedekunst. Ihre Arbeiten zeigen beim Schmuck ebenso wie bei Treibarbeiten aus Silber, im Umgang mit verschiedensten Materialien (...) eine Sicherheit und Vielseitigkeit, die unter ihren Zeitgenossen nahezu einmalig war." (Bröhan Bd. VI, S. 288). Nach Emmy Roths "Bekenntnis als moderner Silberschmied" sind es Begriffe wie Vereinfachung, Harmonie, Wirkung von Licht und Schatten durch den Hammerschlag, aber vor allem auch Gebrauchsfähigkeit und Zweckmäßigkeit, die erst die Kreation eines bleibenden Zeitdokuments ermöglichen. (Vgl. Emmy Roth, Wie der moderne Silberschmied arbeitet, in: Der Kunstwanderer 8, 1925/26, S. 282 f.) Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierte Emmy Roth zunächst nach Frankreich, später nach Palästina, wo sie bis zu ihrem Tod 1942 lebte und arbeitete. Arbeiten der Künstlerin befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen - unter anderem im Grassi Museum, Leipzig, im Jüdischen Museum Berlin und im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. Provenienz Berliner Privatsammlung. Literatur Vgl. eine ähnliche Ausführung, abgebildet im Kat. Frauensilber, Paula Straus, Emmy Roth & Co., Silberschmiedinnen der Bauhauszeit, Karlsruhe 2011, Abb. 10.
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