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Gebrüder Schrödel Carl David Schrödel Aus dem Dresdener Hofsilber: Ovale Platte mit Wärmeglocke Silber. Wenig vertiefte, oval fassonierte Platte ; die breite Fahne mit profiliertem Rand. Unterseitig mit dem gravierten Monogramm FA im Schilde unter Kurhut für Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen, sowie Gewichtsangaben "6 Mr: 14 lt: 1 q: 1 d" und Inventarnummer 22. Die aufgewölbte, einmal abgesetzte Cloche mit glatter Wandung und einem großen gegossenen Fruchtknauf als Griff. Innen mit dem gravierten Monogramm FA unter Kurhut und gravierter Inventarnummer 3. Marken: BZ Dresden, bei der Cloche mit Jahresbuchstabe S für 1767, MZ Carl David Schrödel (1741 - 1773, vgl. Arnold, S. 51). L der Platte 42; B 28,2 cm, H der Cloche 19,5 cm, Gewicht zus. 3.574 g. Dresden, Carl David Schrödel und Söhne, um 1767 - 1782. Nach dem Tod Augusts des Starken 1733 wurde sein Sohn Friedrich August II. Kurfürst von Sachsen. Noch im gleichen Jahr ordnete er eine Revision der reich gefüllten Hofsilberkammer an, in deren Verlauf er einige der früheren Garnituren einschmelzen ließ, im Gegenzug aber auch neue Service mit dem Monogramm FA bei den Goldschmiedefamilien Ingermann und Schrödel bestellte. Sein Enkel und Nachfolger, Kurfürst Friedrich August III., der ab 1763 dasselbe Monogramm führte, ließ die neuen Service durch zahlreiche Nachbestellungen erweitern, unter anderem 1782 bei den Dresdner Hofgoldschmieden Carl Christian und Friedrich Christian Schrödel, die die Werkstatt ihres Vaters Carl David nach dessen Tod 1773 fortsetzten und dabei die väterliche Marke weiter verwendeten. Während die Wärmeglocken mit dem Jahresbuchstaben S für 1767 noch von Carl David Schrödel selbst gefertigt worden waren, stammen die zugehörigen Platten aus einer Nachlieferung der beiden Söhne im Jahr 1782. Beide sind im erhaltenen "Inventarium über das bey der Churfürstlichen Sächsischen Hof-Silberkammer befindliche Inventar der Dresdner Hofsilberkammer" vom 1. Januar 1774 eindeutig zu identifizieren. Auf Seite 298 erfolgte beispielsweise der handschriftliche Eintrag der "Ovalen Mittel-Schüßel mit FA im Schilde" No. 22 mit dem gravierten Gewicht 6-14-1-1, gefertigt von "Schrödel und Söhne (...) lt. Rg. vom Monat Jun. 1782". Provenienz Privatsammlung Niedersachsen. Literatur Zur Hofsilberkammer vgl. vor allem Ulli Arnold, Dresdner Hofsilber des 18. Jahrhunderts, Publikation der Kulturstiftung der Länder und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Berlin/Dresden 1994, S. 30 ff., sowie, zu den Meisterzeichen der Schrödels, ebd. S. 51.
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