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Renaissance-Deckelhumpen des Johann Wolfgang Freymann Silber, vergoldet. Auf profiliertem Standring konischer Korpus mit Volutenhenkel. Die glatte Wandung mit einem horizontalen Profilband zwischen fein graviertem Schweifwerk. Der wenig aufgewölbte Scharnierdeckel mit entsprechendem Dekor, auf dem Scheitel ein erhabenes Medaillon mit dem gravierten Wappen des Johann Wolfgang Freymann v. Hohen-Randeck (1546 - 1610), datiert 1594. Darüber ein wohl später graviertes Besitzermonogramm 'VZ'. Ungemarkt. H 10,5 cm, Gewicht 214 g. Süddeutschland, datiert 1594. Johann Wolfgang Freymann v. Hohen-Randeck wurde 1546 in Ingolstadt geboren. Nach einem Jurastudium und der Promotion 1571 war er unter anderem am herzoglichen Obergericht Straubing tätig, ab 1575 Regimentsrat in Burghausen und 1581 Referendar des Kaiserlichen Hofrats. 1586 erwarb er Schloss Mühlfeld am Ammersee. Von 1594 bis 1597 war Freymann Reichsvizekanzler des Heiligen Römischen Reiches unter Kaiser Rudolf II und wurde für seine Dienste 1596 mit Randeck-Neuessing bei Kelheim belehnt, wo er 1610 starb. Zu Freymann v. Hohen-Randeck vgl. https://www.geschkult.fu-berlin.de/e/jancke-quellenkunde/verzeichnis/f/freymann/index.html Provenienz Galerie J. Kugel, Paris; Hamburger Privatsammlung. Literatur Vgl. einen Humpen mit Porträtmedaillons in der Sammlung Overzier, abgebildet im Kat. Deutsches Silber 1550 - 1850, München 1987, Nr. 13.
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