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live 11. November | 04:00 PM
Im Kinsky

645 - Johan Christian Clausen Dahl, Bergen 1788 - 1857 Dresden

Startpreis

5.000 €

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Schätzungen

5.000 - 10.000 €

Verkaufsgebühren

33 %

Johan Christian Clausen Dahl, Bergen 1788 - 1857 Dresden Johan Christian Clausen Dahl Stabkirche aus Vang 1842 Öl auf Papier (Einladungskarte der Dresdner "Flora") auf Glas; ungerahmt 7 x 11,5 cm Signiert und datiert unten mittig: Dahl / 1842 Rückseitig Einladungskarte: Einladung zur Monats-Versammlung / der / Flora / für / Herrn Professor Dahl / Local: / im Zwinger Salon. / Zeit: / Donnerstag 2. Juli / präcise 5 Uhr. Privatbesitz, Wien compare: Marie Lødrup Bang, Johan Christian Dahl, 1788-1857. Life and Works, Catalogue Raisonné, Oslo 1987, Bd. II, S. 293, WV-Nr. 965-967, Bd. III, Taf. 412-413 (SW-Abb.) Dahls Ausbildung begann 1803 in seiner Heimatstadt Bergen, dort absolvierte er eine Lehre als Dekoraktionsmaler. Ab 1811 besuchte er unter Christian August Lorentzen die Königlich Dänische Kunstakademie in Kopenhagen. Nach seinem Studienabschluss 1818 zog Dahl nach Dresden, wo er im selben Haus wie Caspar David Friedrich wohnte, welcher zu seinem engen Freund werden sollte. Dahl schloss sich der Dresdener Kunstakademie an, an welcher er 1824 auch eine Professur erhielt. Der Künstler wohnte sein Leben lang in Dresden, kehrte aber mehrmals nach Norwegen zurück, wo er sich für die Erhaltung der Kunst und Denkmäler einsetzte und maßgeblich an der Gründung der Nationalgalerie beteiligt war. Die im vorliegenden kleinen Gemälde dargestellte Kirche ist nicht nur ein besonderes Beispiel für mittelalterliche Stabkirchen in Norwegen, sie ist auch eng mit der Biografie Johan Clausen Dahls verbunden. Erbaut im 12. Jahrhundert, stand sie im kleinen Ort Vang im Süden Norwegens, direkt am Vangsee. Zugunsten eines Neubaus wurde die Kirche im Jahr 1839 zum Abriss freigegeben. Um das bedeutende Baudenkmal zu retten, kaufte Dahl die Kirche und plante, diese im Stadtpark von Oslo wiedererrichten zu lassen. Als dieser Plan scheiterte, arrangierte Dahl den Kauf der Kirche durch den preußischen König Friedrich Wilhelm IV., in dessen Auftrag zerlegte Dahls Schüler Franz Wilhelm Schiertz das Gebäude und die Einzelteile wurden nach Berlin gebracht. Nachdem Pläne für einen Wiederaufbau auf der Berliner Pfaueninsel scheiterten, wurde die Kirche letztlich auf Anregung von Gräfin Friederike von Reden in Krummhübel in Schlesien (heute Karpacz, Polen) wiedererrichtet und 1844 eröffnet. Von der Sonne eindrucksvoll beleuchtet und von dunklen Bergen und Wolken hinterfangen, so zeigt Dahl "seine" Kirche in vorliegendem Werk, welches mit 1842 datiert ist. Der Künstler schildert den Ort aus seiner Erinnerung, war die Kirche zu dieser Zeit doch bereits auseinandergebaut und nach Preußen transportiert worden. Gemalt hat er dieses Kleinod auf eine Einladungskarte der Dresdner "Flora" (Sächsische Gesellschaft für Botanik und Gartenbau) mit Sitz im Dresdner Zwinger. Dahl war Mitglied dieses Vereins und nutzte die an ihn adressierten Karten regelmäßig als Malgrund. Die darauf festgehaltenen Ansichten zeichnen sich durch Spontanität und überaus atmosphärische Stimmung aus. Dem Künstler wiederum dienten diese reizvollen Landschaftsdarstellungen im kleinen Format oftmals als Aufmerksamkeiten, die er an Freunde und Bekannte verschenkte. (MLS) Differenzbesteuert (33% im Aufgeld ist eine 20%ige Umsatzsteuer enthalten), Drouot Gebühren sind enthalten / Differential Taxation (33% including 20% sales tax), Drouot Bidding Fees are included Zusätze zu unserer Geschäftsordnung: https://imkinsky.com/zusaetze-zu-unserer-geschaeftsordnung

Auktion

19th Century Paintings
Mittwoch, 11. November
04:00 PM
Palais Kinsky, Freyung 4
1010 Vienne, Österreich

Auktionshaus

Im Kinsky +4315324200 gaber@imkinsky.com
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