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David Teniers der Jüngere , Antwerpen 1610 - 1690 Brüssel David Teniers der Jüngere Die Kugelspieler Öl auf Holz; gerahmt 29,5 x 39 cm Monogrammiert unten links: D(T) Privatsammlung, Österreich Vgl.: Astrid Reuter, David Teniers der Jüngere (1610-1690). Alltag und Vergnügen, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe 2005, S. 288 Neben dem Bogenschießen und dem Kegelspiel zählte das Kugelspiel im 16. und 17. Jahrhundert zu den beliebtesten Volksvergnügungen. Als fester Bestandteil dörflicher Festlichkeiten fand es früh Eingang in die Bildkunst, wie Werke Pieter Bruegels d. Ä. sowie Hans Sebald und Barthel Behams zeigen. An diese Bildtradition knüpften die Maler des 17. Jahrhunderts an und entwickelten sie weiter (Vgl. Reuter 2005, S. 288). Zu ihnen gehört David Teniers d. J., der das Thema der Kugelspieler in mehreren Gemälden aufgriff. Bevorzugt wählte er den Moment unmittelbar vor dem Wurf, in dem sich die Spannung des Spiels ihren Höhepunkt erreicht. Auch in der vorliegenden Fassung gilt seine Aufmerksamkeit dem Spielverlauf, der sich über die gesamte Breite des Bildformats erstreckt. Im Zentrum steht ein Spieler in weißem Hemd und rotem Barett. Er beugt sich nach vorn, stützt sich mit einer Hand auf dem Knie ab und hält in der anderen die Kugel, die er im nächsten Moment über den Boden laufen lässt. Die Spielbahn selbst bleibt lediglich angedeutet und erschließt sich über mehrere Figuren, die den Werfenden mit gespannter Aufmerksamkeit beobachten (Vgl. Reuter 2005, S. 288). Der Wurfrichtung folgend, lässt Teniers die Komposition von der linken zur rechten Bildseite ausgreifen und lenkt so den Blick des Betrachters durch das Geschehen. Zugleich öffnet sich in der Tiefe eine weite Landschaft, die dem Spiel Raum und Atmosphäre verleiht. Über ihr wölbt sich ein blauer Himmel mit orange getönten Wolken, die möglicherweise auf eine Abendstimmung verweisen. Die lockere, schwungvolle Malweise verbindet Figuren, Landschaft und Himmel zu einer geschlossenen Einheit; der gespannte Augenblick des Wurfs klingt in der sommerlichen Weite der Szenerie aus (vgl. Reuter 2005, S. 288). Differenzbesteuert (33% im Aufgeld ist eine 20%ige Umsatzsteuer enthalten), Drouot Gebühren sind enthalten / Differential Taxation (33% including 20% sales tax), Drouot Bidding Fees are included Zusätze zu unserer Geschäftsordnung: https://imkinsky.com/zusaetze-zu-unserer-geschaeftsordnung
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