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EINE BEDEUTENDE UND IN DER FACHLITERATUR BESCHRIEBENE MUMIENMASKE MIT EINER UNGEWÖHNLICH REICHHALTIGEN IKONOGRAFIE, VERMUTLICH AUS AKHMIM, UM 50–100 n. Chr., DIE AUF DEM TITELBLATT VON „TOD AM NIL“ ABGEBILDET IST Ausgestellt: 1. Schirn Kunsthalle, „Augenblicke. Mumienporträts und ägyptische Grabkunst aus römischer Zeit“, Frankfurt am Main, Deutschland, 30. Januar 1999 – 11. April 1999. 2. Österreichische Nationalbibliothek, „Tod am Nil: Tod und Totenkult im antiken Ägypten“, Wien, Österreich, 22. Juli 2003 – 5. März 2004. Veröffentlicht: 1. Klaus Parlasca, „Augenblicke. Mumienporträts und ägyptische Grabkunst aus römischer Zeit“ (Ausstellungskatalog), Frankfurt, 1999, S. 336–337, Nr. 230. 2. Harald Froschauer & Hermann Harrauer, „Tod am Nil: Tod und Totenkult im antiken Ägypten“ (Ausstellungskatalog), Wien, 2003, S. 86–87, Nr. 4. Zu beachten ist, dass das vorliegende Los auf dem Umschlag dieses Ausstellungskatalogs abgebildet ist. Anmerkung des Experten Die vorliegende Maske wurde von Klaus Parlasca im Katalog der wegweisenden Frankfurter Ausstellung von 1999 „Augenblicke – Mumienporträts und ägyptische Grabkunst aus römischer Zeit“ in der Schirn Kunsthalle (192.715 Besucher im Jahr 1999) als Nr. 230 veröffentlicht. Parlasca schlug Akhmim als wahrscheinlichen Herkunftsort vor und hob insbesondere die bemerkenswerte Qualität der Ausführung hervor; er betrachtete gerade diese Qualität als wichtigen chronologischen Anhaltspunkt und kam zu dem Schluss, dass die Maske vor dem Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. entstanden sein muss. Diese Einschätzung bildet die Grundlage für die hier zugrunde gelegte präzisere Datierung auf circa 50–100 n. Chr. Die Maske wurde anschließend auch als Nr. 4 in der Ausstellung „Tod am Nil: Tod und Totenkult im antiken Ägypten“ in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien (173.153 Besucher im Jahr 2003) von 2003 bis 2004 ausgestellt. Ihre Bedeutung innerhalb der Ausstellung wird besonders durch ihre Auswahl als Titelbild des Begleitkatalogs deutlich. Bezeichnenderweise wählte die Österreichische Nationalbibliothek zudem die vorliegende Maske als Repräsentation der Ausstellung im offiziellen „Österreichischen Kulturbotschafterbericht 2003“ aus, was ihren Status als eines der prägenden Bilder von „Tod am Nil“ weiter unterstreicht. Ägypten. Fein modelliert aus Kartonage und reich verziert mit polychromen Pigmenten und Vergoldungen. Zustand: Guter, dem Alter entsprechender Zustand. Erhebliche Abnutzung, Verwitterung und Spuren einer längeren Lagerung im Boden, mit Verlusten an Kartonage, Pigmenten und Vergoldung. Stellenweise Retuschen an den Pigmenten und der Vergoldung sowie alte Verstärkungen an der Kartonage, die dem Alter und der Zerbrechlichkeit des Materials entsprechen. Ägyptische Ausfuhrgenehmigung: Der vorliegenden Maske liegt eine Kopie der offiziellen ägyptischen Ausfuhrgenehmigung mit der Genehmigungsnummer 1240 vom 8. Februar 1965 bei. In der Genehmigung wird das Objekt ausdrücklich als „Vergoldete Kartonagemumienmaske Nr. 68“ bezeichnet, als Teil der Sammlung Khashaba Pascha verzeichnet und Madame Simone de Monbrison, Paris, als die Person genannt, an die es exportiert wurde. Das Dokument vermerkt ferner den Flughafen Kairo als Versandort und sieht eine Überprüfung durch das Ägyptische Museum, die amtliche Versiegelung des Pakets sowie die Zollabfertigung vor. Solche erhaltenen ägyptischen Ausfuhrunterlagen aus dieser Zeit sind selten und liefern besonders wertvolle zeitgenössische Belege sowohl für die rechtmäßige Ausfuhr der Maske als auch für ihre Provenienz vor ihrer Ankunft in Frankreich. Eine Kopie der vollständigen Unterlagen liegt diesem Los bei. Provenienz: - Sammlung von Sayyid Khashaba Pascha, Ägypten, 1910, und von dort durch Erbschaft an seinen Sohn Osman Khashaba. - Simone de Monbrison, Paris, 1965. - Pierre Bergé & Associés, Paris, 21. Mai 2014, Los 82, verkauft für 120.000 EUR bzw. ca. 160.000 EUR (inflationsbereinigt zum Zeitpunkt der Abfassung). Gewicht: 867 g (ohne Sockel), 4,3 kg (mit Sockel) Abmessungen: Höhe 33 cm (ohne Sockel), 40 cm (mit Sockel) Vergleich der Auktionsergebnisse: Typ: Eng verwandt Auktion: Christie’s London, 4. Dezember 2024, Los 7 Preis: 81.900 GBP bzw. ca. 103.000 EUR, umgerechnet und inflationsbereinigt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels Beschreibung: Eine ägyptische Mumienmaske aus vergoldetem Kartonage, ptolemäische bis römische Zeit, ca. 1. Jahrhundert v. Chr. – 1. Jahrhundert n. Chr. Anmerkung des Experten: Vergleichen Sie die eng verwandte Form, die Verzierung, die Verwendung von Vergoldung und Pigmenten sowie den Erhaltungszustand. Beachten Sie die Größe (33 cm). Aufgrund der Längenbeschränkung bei Drouot wurde dieser Eintrag gekürzt. Die vollständige Beschreibung finden Sie unter www.zacke.at.
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