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Die Auffindung des Mosesknaben. Öl auf Leinwand (doubliert). Wohl Venedig, erstes Drittel des 18. Jahrhunderts. Keilrahmen: 185 x 212 cm. Gerahmt: 201 x 228 cm. Die auf Paolo Veronese zurückgehende Bildidee zeigt die alttestamentarische Szene der Auffindung des Moses (Exodus 2,1 - 10) durch die Tochter des Pharao, die eigentlich nur ein Bad im Nil nehmen wollte. Unverhofft treibt dem Hofstaat ein Säugling in einem Weidenkörbchen entgegen. Der Kleine wurde von seiner Mutter ausgesetzt, um dem sicheren Tod zu entgehen, nachdem der Pharao angeordnet hatte, alle männlichen hebräischen Kinder direkt nach der Geburt zu töten. Hier festgehalten ist der Moment, in dem das Kind das Herz der zunächst zögerlichen Pharaonentochter rührt. Sie wird für den kleinen "Mose" (Altägyptisch für "Kind", Hebräisch für "der aus dem Wasser Gezogene") eine Amme finden, ihn am Hof erziehen und somit die zentrale Figur des alten Testaments retten. - Das Motiv erfreute sich insbesondere in Venedig großer Beliebtheit. Von der Vielzahl der Maler des venezianischen Barock und Rokoko wie Sebastiano Ricci (1659-1734), Gaspare Diziani (1689-1767), Giovanni Battista Tiepolo (1696-1770) oder Giovanni Battista Crosato (1697-1756), die das Thema mehrfach aufgriffen, zeigen sich insbesondere in der Behandlung der prächtigen Gewänder und Frisuren zahlreiche Parallelen zu Kompositionen von Gregorio Lazzarini (1655-1730). - Die vormals wohl zweifach gefaltete Leinwand zumindest am linken Rand wohl etwas beschnitten, doubliert und neu aufgezogen. Unter UV-Licht sind mehrere kleine Retouchen, insbesondere im Bereich der Falze, zu erkennen. Die Malschicht gleichmäßig krakeliert, der Firnis leicht angeschmutzt. - Provenienz: Berliner Privatsammlung. - Das Los ist ungeeignet für den Paketversand. Die Abholung oder der Transport per Spedition muss vom Käufer organisiert werden.
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