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Das Plenarium oder Ewa(n)gely buoch Summer vnd Winter teyl, durch dz gantz iar in einen ieden Sontag, von der zeyt, vnd von den Heyligen. Die ordenung der Meß, mit sampt irem Jntroit, oder anfang. Gloria patri, kyrie eleyson, Gloria in excelsis, Collect oder gebet, Epistel, Gradal oder bußwyrcklich gesang, Alleluia oder Tract. Sequentz oder Proß. Ewangely mitsampt einer vor nie bey unß gehörter Gloß mit fruchtbaren schönen Exemplen beschlossen. Mit breiter Holzschnitt-Titelbordüre von Urs Graf, 138 Textholzschnitten (teils wiederholt, davon 7 blattgroß) von Hans Lützelburger nach Hans Schäuffelen, Urs Graf und Hans Baldung Grien sowie zahlreichen Initialen. Basel, Petri, 24. März 1514. 8 nn. Bl., 278 Bl. 32 x 22 cm. Blindgeprägter Schweinslederband der Zeit (Rücken und Vorsätze erneuert, Schließhaken entfernt). VD16 E 4457 - Hieronymus, Petri Nr. 30 - Hollstein, German XI, 288 d - Oldenbourg, Schäuf. L 98 - Erste Ausgabe dieses sich an Laien wendende Plenarium, das aus diesem Grunde in deutscher Sprache herausgegeben wurde. - 55 der Textholzschnitte sind von H. Schäuffelein, 39 kleinere von Urs Graf, sowie 44 weitere sind Kopien nach Hans Baldung Grien. - Blatt 228 enthält eine Lobrede über den Buchdruck: "Wie gut und köstlich ist die kunst des truckenß" mit der Bemerkung: "...ehe man außgeb ein schilling umb ein buch, man verzerte lieber drei schilling in den weinhauß ..." - Anfang bis Blatt 108 und Schluss ab Blatt 178 Wurmlöcher, meist am Rand und ohne Textverlust, die ersten 10 und die letzten 5 Blatt im weißen Rand leicht wasserrandig, 4 Blatt im Rand unterlegt. - Provenienz: auf Titelrand zeitgenössischer Besitzvermerk von Johannes Bracher (auch: Prager, gest. 1628), Pfarrer in Langenmosen; Bibliothek der Freiherrn von Schrobenhausen, datiert 1709; Stempel Hans von Aufsess, Begründer des Germanischen Museums in Nürnberg; Stempel Preußische Staatsbibliothek Berlin mit Doubletten-Stempel; auf der letzten (weißen) Seite handschriftliche Widmung (um 1800): "Dem Durchlauchten unnd Hochgebornen Fürsten unnd Herrn zu Würtenberg ... von Paulus Dauber(?) ..." *
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