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Nopitsch, Carl Daniel Eberhard Friedrich. Die wichtigsten Ereigniße meines Lebens. Eigenhändige Autobiographie (in Form einer Stammbuchkassette) mit vollständigen Abschriften seiner Schul-, Studien- und Prüfungszeugnisse als Apotheker und Mediziner. Ohne Ort und Jahr (wohl Baunach, um 1830). Titel und 4 Zwischentitel auf getönten Papieren, 74 (recte 75) gezählte und beidseitig beschriebene Bl. mit Goldschnitt, 1 Freundschaftsblatt. Deutsche und lateinische Kursive in braunschwarzer Feder. 7,5 x 14 cm. Lederkassette der Zeit mit Rückenvergoldung, Vorderdeckel mit eingelegter Ansicht von Dresden in Seidendruck unter Glas, Stege und Innenkanten vergoldet (Glas gesprungen und mit Fehlstelle, Metallschließe sowie -kantenleisten defekt, Innengelenk angebrochen). Laut Hirsch-H. IV, 382 wurde Nopitsch "zu Ende des 18. Jahrh." in Nördlingen geboren, studierte bis 1825 in Erlangen Medizin und praktizierte zunächst in Nürnberg, dann bis zu seinem Tod 1838 als Landgerichtsarzt in Baunach. Seine Aufzeichnungen präzisieren das Geburtsdatum auf den 12. September 1793 und reichen bis 1827. Er schildert Herkunft und Schulzeit (mit Abschriften von Tauf- und Konfirmationsschein sowie Abschlußzeugnis des Lyzäums 1809). Es folgen Apothekenzeugnisse 1814-19 aus Lauf, Gunzenhausen und Nürnberg, schließlich die Immatrikulation in Erlangen November 1819. Von dort stammt eine umfangreiche Sammlung von Vorlesungsbescheinigungen mit Wiedergabe der Unterschriften, u.a. Schubert, Henke, Loschge, Pfaff, Martius, Kastner, Fleischmann. Im Sommersemester 1823 studierte Nopitsch in Würzburg, im August absolvierte er das Rigorosum in Erlangen (Fragen und Thesen in extenso wiedergegeben). Im Januar 1825 verließ er die Universität und ging für ein halbes Jahr an die Veterinärschule in München. Ende 1825 verwehrte die Stadt Nürnberg ihm zunächst die Praxiszulassung, die dann 1826 erteilt wurde. Am 16. Juni 1827 verfaßte Nopitsch "einen Bittbrief um Erlangung einer k. Physikats Stelle". Aus seiner Baunacher Zeit liegen keine Nachrichten mehr vor. - Etwas gebräunt, vereinzelt fleckig, insgesamt wohlerhalten.
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