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Franz Senkinc (Wien 1902 - 1955 Wien) Steilküste, 1932 Silbergelatinabzug 31,5 x 33 cm signiert und beschriftet auf Karton, Fotografenprägestempel im Foto Senkinc 1932 montiert 39 x 40 cm SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 600 - 1200 STARTPREIS / STARTING PRICE € 600 Franz Senkinc war ein österreichischer Maler, Grafiker und Fotograf der Wiener Avantgarde. Als Sohn eines Lithografen absolvierte er zunächst eine Lithografenlehre, bildete sich autodidaktisch sowie in privaten Ateliers weiter und nahm ab 1930 an Ausstellungen des Hagenbunds teil. Sein Werk steht im Spannungsfeld von Wiener Secession, der Avantgarde Wiens der 1930er-Jahre und dem Surrealismus. In figurativen Kompositionen, mythologischen Zentauren, surrealen Szenen und Fotomontagen verband er dynamische Linienführung, Fragmentierung und einen oft provokativ-humorvollen Blick auf die Moderne. Nach 1945 entwickelte er diesen experimentellen Ansatz im Geist der Nachkriegsmoderne weiter und schuf Ölgemälde, Radierungen, Collagen und Fotografien. Arbeiten Senkincs befinden sich unter anderem im Kontext der Neuen Galerie Graz. Im kunsthistorischen Umfeld seiner Arbeiten stehen insbesondere Egon Schiele und O. R. Schatz, dessen Freundeskreis Senkinc gemeinsam mit Max Zülow, Rudolf Pointner und Karl Wiener angehörte. Die surrealen und experimentellen Arbeiten zeigen darüber hinaus deutliche Berührungspunkte mit den internationalen Positionen von Max Ernst, André Masson und Giorgio de Chirico sowie mit dadaistischen Bildstrategien, wie sie bei Francis Picabia und Raoul Hausmann zu finden sind. Gerade in seinen Fotografien, Collagen und Fotomontagen verband Senkinc diese unterschiedlichen Impulse zu einer eigenständigen Wiener Variante der Avantgarde, in der Expressionismus, Surrealismus, Dada und die Tradition der Wiener Moderne ineinandergreifen. Sein Werk lässt sich damit zugleich in das vielseitige Umfeld des Hagenbundes einordnen, der in der Zwischenkriegszeit zu einem wichtigen Forum für moderne und experimentelle Kunst in Wien wurde.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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