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Julius Bissier* (Freiburg im Breisgau 1893 - 1965 Ascona) Komposition 52 B, 1962 Lithografie/Papier 13 x 22 cm signiert Julius Bissier, datiert 62 nummeriert 314/380 SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 150 - 250 STARTPREIS / STARTING PRICE € 150 Julius Heinrich Bissier war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker. Sein Werk entwickelte sich von einer frühen, der Neuen Sachlichkeit verbundenen gegenständlichen Malerei zu einer eigenständigen, von ostasiatischer Kunst, Taoismus und Zen-Buddhismus inspirierten Abstraktion. Nach einem kurzen Studium der Kunstgeschichte an der Universität Freiburg und wenigen Monaten an der Kunstakademie Karlsruhe arbeitete Bissier seit 1918 weitgehend autodidaktisch als freischaffender Künstler. Zunächst beschäftigte er sich mit altdeutscher Malerei; ab 1923 wandte er sich einer präzisen gegenständlichen Bildsprache zu. Die Freundschaft mit dem Sinologen Ernst Grosse vertiefte sein Interesse an chinesischer und japanischer Kunst. Begegnungen mit Constantin Brâncuşi sowie Kontakte zu Willi Baumeister und Oskar Schlemmer bestärkten ihn Ende der 1920er-Jahre in der Hinwendung zur Abstraktion. Nach dem Verlust seines Ateliers und eines Großteils des frühen Werks durch einen Brand 1934 lebte Bissier ab 1939 zurückgezogen in Hagnau am Bodensee. In Auseinandersetzung mit chinesischer Tuschemalerei entstanden kleinformatige Tuschezeichnungen und Monotypien, in denen sich kontrollierte und spontane Gesten zu poetischen Zeichenformen verbinden. Seit 1955 schuf er seine charakteristischen „Miniaturen“ in Öltempera und Aquarell. Ab Ende der 1950er-Jahre international anerkannt, nahm er an den Biennalen von Venedig 1958 und 1960 sowie an der documenta II 1959 und der documenta III 1964 teil. 1961 übersiedelte Bissier nach Ascona, wo er am 18. Juni 1965 starb.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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