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Zoran Music* (Bukovica 1909 - 2005 Venedig) Canale della Guidecca Aquatintaradierung/Papier 13,5 x 19 cm signiert Music, nummeriert 64/100 SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 250 - 400 STARTPREIS / STARTING PRICE € 250 Anton Zoran Mušič wurde am 12. Februar 1909 in Bukovica bei Görz geboren, das damals zu Österreich-Ungarn gehörte. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste in Zagreb und unternahm in den 1930er Jahren längere Reisen durch Dalmatien, Spanien und Frankreich. Die kargen Landschaften Dalmatiens, die Welt der Bauern und Hirten sowie Pferdedarstellungen wurden zu wiederkehrenden Themen seiner frühen Malerei. 1943 ließ sich Mušič in Venedig nieder. Im Oktober 1944 wurde er dort von der Gestapo verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau deportiert. Unter höchstem Risiko fertigte er Zeichnungen von Häftlingen, Leichenbergen, Erhängten und Krematorien an. Nach der Befreiung 1945 blieben nur wenige dieser Blätter erhalten; sie bilden den unmittelbaren künstlerischen Ursprung seiner späteren Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Nach dem Krieg lebte Mušič zwischen Venedig und Paris. In Venedig entstanden stille Veduten und Porträts seiner Frau Ida Barbarigo; zugleich entwickelte er mit den Cavallini eine charakteristische Folge von Pferdebildern. Seine Malerei wurde zunehmend reduziert, mit erdigen, gedämpften Farbklängen und einer zwischen Figuration und Abstraktion schwebenden Formensprache. Ab 1970 griff Mušič die Erinnerung an Dachau erneut auf. Die Werkgruppe Nous ne sommes pas les derniers („Wir sind nicht die Letzten“) zeigt nahezu monochrome, in Massengräber verwandelte Bildfelder und versteht das Lagererlebnis als universelles Zeugnis menschlichen Leidens und fortdauernder Gewalt. Er starb am 25. Mai 2005 in Venedig.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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