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Günther Förg* (Füssen 1952 - 2013 Freiburg im Breisgau) Ohne Titel, 1994 Lithografie/Papier 77,5 x 57,5 cm signiert Foerg, datiert 94 nummeriert 11/100 SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 300 - 500 STARTPREIS / STARTING PRICE € 300 Förg studierte von 1973 bis 1979 Malerei bei Karl Fred Dahmen an der Akademie der Bildenden Künste München. Unter dem Einfluss des deutschen Informel entwickelte er zunächst überwiegend schwarze und graue, monochrome Bilder. Die Farbe Grau verstand er als offene, neutrale Zone zwischen Schwarz und Weiß; die frühen Arbeiten setzen sich damit bewusst von der damals dominierenden neoexpressionistischen Malerei ab. Seit Beginn der 1980er Jahre arbeitete Förg zudem mit großformatiger Fotografie. Er fotografierte insbesondere Architektur der europäischen Moderne – darunter Bauhaus-Bauten, Bauten des Faschismus und Nachkriegsarchitektur – und richtete seinen Blick auf Fassaden, Fenster, Linien, Schatten und strukturelle Details. Die Fotografien thematisieren sowohl die ästhetische Radikalität als auch die geschichtliche und ideologische Ambivalenz moderner Architektur. Mitte der 1980er Jahre begann Förg seine berühmten Bleibilder: Auf Holzrahmen aufgezogene Bleiplatten wurden mit Acrylfarbe übermalt. Falten, Oxidationsspuren, Kratzer und die matte Schwere des Metalls bleiben dabei sichtbar und verwischen die Grenzen zwischen Malerei, Relief und Objekt. Später arbeitete Förg auch auf Aluminium, Kupfer, Bronze, Holz und Leinwand. Seit den 1990er Jahren entstanden farbigere Serien, darunter die Gitterbilder, in denen Förg geometrische Raster freihändig malte und so die Strenge modernistischer Ordnung mit Spontaneität und Unregelmäßigkeit verband. Daneben realisierte er Wandarbeiten, Skulpturen und Arbeiten für den öffentlichen Raum. Förg lehrte zunächst in Karlsruhe und später als Professor an der Akademie der Bildenden Künste München, wo er bis zu seinem Tod tätig war.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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