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live 26. November | 03:00 PM
Widder Auktionen

503 - Sigmar Polke* (Oels 1941 - 2010 Köln)

Startpreis

300 €

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Schätzungen

300 - 500 €

Verkaufsgebühren

28 %

Sigmar Polke* (Oels 1941 - 2010 Köln) Kunstwerk der Woche, 2002 Farbserigrafie und Farblithografie/Papier 60 x 80 cm signiert Sigmar Polke, datiert 2002 nummeriert 39/70 SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 300 - 500 STARTPREIS / STARTING PRICE € 300 Polke wurde am 13. Februar 1941 in Oels geboren, dem heutigen Oleśnica in Polen. Nach Kriegsende floh seine Familie zunächst nach Thüringen und übersiedelte 1953 in die Bundesrepublik Deutschland. In Düsseldorf absolvierte er ab 1959 eine Lehre als Glasmaler, bevor er von 1961 bis 1967 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf studierte, unter anderem bei Karl Otto Götz und Gerhard Hoehme. Die Düsseldorfer Kunstakademie war in diesen Jahren ein zentraler Ort der westdeutschen Nachkriegsmoderne und bot ein offenes Umfeld, in dem informelle Malerei, Objektkunst, Aktionen und neue Bildmedien aufeinandertrafen. Joseph Beuys wirkte dort als prägende Lehrerpersönlichkeit und wichtiger Bezugspunkt der erweiterten Kunstauffassung, auch wenn Polke nicht zu seinen Schülern zählte. Bereits während des Studiums gründete Polke 1963 gemeinsam mit Gerhard Richter und Konrad Lueg – später als Galerist Konrad Fischer bekannt – den Kapitalistischen Realismus. Die bewusst ironisch formulierte Bezeichnung reagierte sowohl auf den Sozialistischen Realismus des Ostblocks als auch auf die westdeutsche Konsumgesellschaft und die amerikanische Pop Art. Im Umfeld des Kapitalistischen Realismus standen auch Manfred Kuttner, K. P. Brehmer und Wolf Vostell, die auf unterschiedliche Weise Werbung, Massenmedien, politische Bildproduktion und Alltagskultur in ihre Arbeiten einbezogen. In Werken der 1960er-Jahre griff Polke Reklamebilder, Pressefotografien und banale Konsumartikel auf und übersetzte sie in eine distanzierte, oft humorvoll-absurde Bildsprache. Damit steht sein Werk in einem kritischen Dialog mit der amerikanischen Pop Art von Andy Warhol, Roy Lichtenstein und Richard Hamilton. Während Warhol die Serialität der Waren- und Medienwelt hervorhob und Lichtenstein die Ästhetik des Comic- und Druckrasters übernahm, machte Polke die Rasterpunkte von Zeitungs- und Offsetdruck bewusst sichtbar, unstet und malerisch. So stellte er nicht nur die Verlässlichkeit fotografischer Bilder, sondern auch die Mechanismen ihrer massenmedialen Verbreitung in Frage. Polke arbeitete zudem mit Fotografie, Film, Zeichnung, Druckgrafik und Collage sowie mit ungewöhnlichen Stoffen und chemisch reagierenden Materialien; dabei entstanden vielschichtige, häufig transparente oder changierende Bildoberflächen. Gerade diese Offenheit gegenüber Zufall, Materialprozessen und stilistischen Brüchen machte ihn zu einem zentralen Erneuerer der Malerei nach 1960. Seit den 1970er-Jahren gewann seine internationale Bedeutung kontinuierlich an Gewicht. Polke lebte und arbeitete vor allem in Köln, wo er am 10. Juni 2010 starb. Retrospektiven würdigten sein Werk unter anderem im Museum of Modern Art in New York, in der Tate Modern in London und im Museum Ludwig in KölnBitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.

Auktion

Masterpieces
Donnerstag, 26. November
03:00 PM
Johannesgasse 9-13
1010 Vienna, Österreich

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