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Paul Flora* (Glurns 1922 - 2009 Innsbruck) Canale Grande, Venedig, 1984 Tusche/Papier 20 x 25 cm signiert Flora, datiert 84 SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 1400 - 2400 STARTPREIS / STARTING PRICE € 1400 Der österreichische Zeichner und Graphiker Paul Flora wurde in Glurns im Vinschgau in Südtirol geboren und studierte 1942–1944 an der Akademie der Bildenden Künste München bei Olaf Gulbransson und Adolf Schinnerer. Nach kurzer Kriegsgefangenschaft kehrte er 1945 nach Tirol zurück und arbeitete seither als freischaffender Künstler in Innsbruck. Von 1957 bis 1971 lieferte er wöchentlich politische Karikaturen und Illustrationen an die Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ – insgesamt rund 3.000 Zeichnungen, die auch international, etwa in der „Times“ und im „Observer“, abgedruckt wurden. Floras unverkennbare Strichtechnik mit Tuschfeder – feinnervig, dünnlinig und ironisch-sarkastisch – machte ihn zu einem der profiliertesten Illustratoren und Karikaturisten Europas seit den 1960er-Jahren. Sein skurriler Figurenkosmos umfasst Geister, Gaukler, Marionetten, Raben, venezianische Pestdoktoren und „seine“ urigen Tiroler, stets in leichter Schieflage und mit zwinkerndem Auge erzählt – eine Welt zwischen Satire, Symbolismus und Wiener Moderne. Das Frühwerk war noch stark von Alfred Kubin und der Münchner Schule geprägt, doch vor 1950 brach Flora radikal mit der dichten Schraffur und entwickelte seine charakteristische Umrisszeichnung im Stil der klassischen Moderne und des Expressionismus. Bis zu seinem Tod 2009 entstanden fast 150 illustrierte Bücher und Bildbände sowie zahlreiche Einzelblätter, Lithografien und Radierungen; seine Arbeiten zählen zur bedeutendsten österreichischen Nachkriegsgrafik. Flora erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den Paul-Flora-Preis des Landes Tirol, der seit 2002 junge Tiroler Kunstschaffende fördert. Sein Werk ist in wichtigen Sammlungen vertreten, etwa in der Albertina Wien, und wird regelmässig in Retrospektiven gezeigt, so 2022 im Karikaturmuseum Krems zum 100. Geburtstag.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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