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Kiki Kogelnik* (Graz 1935 - 1997 Wien) Nullkupon-Pfandbrief, 1996 Farbsiebdruck/Papier 41,5 x 30 cm signiert Kiki Kogelnik, datiert 96 nummeriert 15/200 SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 1000 - 2000 STARTPREIS / STARTING PRICE € 1000 Kiki Kogelnik war eine österreichisch-amerikanische Malerin, Grafikerin, Bildhauerin und Objektkünstlerin. Sie gilt als eine der wichtigsten österreichischen Künstlerinnen der Nachkriegszeit und als eigenständige, international vernetzte Position im Umfeld der Pop Art. Nach einem Studium an der Akademie für angewandte Kunst und an der Akademie der bildenden Künste in Wien entwickelte Kogelnik zunächst eine abstrakt-informelle Malerei, die unter anderem mit dem Werk Sam Francis’ in Beziehung gesetzt werden kann. 1961 reiste sie erstmals in die USA; nach einem Aufenthalt in Kalifornien übersiedelte sie 1962 nach New York. Dort bewegte sie sich im Kreis von Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Claes Oldenburg, Tom Wesselmann, Robert Rauschenberg und James Rosenquist, ohne sich selbst ausschließlich als Pop-Art-Künstlerin zu verstehen. Wie Richard Hamilton, einer der Wegbereiter der britischen Pop Art, griff Kogelnik Elemente der zeitgenössischen Konsum- und Medienwelt auf, entwickelte daraus jedoch eine unverwechselbare, kritisch-humorvolle Bildsprache. Kogelniks Werk verbindet die leuchtenden Farben, glatten Flächen und die bildsprachliche Direktheit der Pop Art mit einer Auseinandersetzung mit Technik, Raumfahrt, Konsum, Körper und Geschlechterrollen. In den 1960er-Jahren entstanden die sogenannten Hangings: aus Kunststoff ausgeschnittene, lebensgroße Körpersilhouetten, die wie Kleidung auf Kleiderbügeln präsentiert werden. Damit thematisierte sie den menschlichen Körper als austauschbare, medial geprägte und zunehmend technisierte Erscheinung. Ihre Verbindung von Pop-Ästhetik, Körperkritik und weiblicher Selbstbehauptung bildet zugleich einen wichtigen Bezugspunkt zu Niki de Saint Phalle, Yayoi Kusama, Carolee Schneemann sowie den österreichischen Künstlerinnen VALIE EXPORT, Maria Lassnig, Birgit Jürgenssen und Renate Bertlmann. In ihrem Spätwerk wandte sich Kogelnik verstärkt keramischen Arbeiten, Glasobjekten und Zeichnungen zu. Sie starb am 1. Februar 1997 in Wien.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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