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Markus Prachensky* (Innsbruck 1932 - 2011 Wien) Solitude, 1965 Tusche/Karton 98,5 x 64,5 cm signiert Prachensky, datiert 65 SCHÄTZPREIS / ESTIMATE °€ 6000 - 8000 STARTPREIS / STARTING PRICE °€ 6000 Prachensky ist Sohn des Tiroler Architekten und Malers Wilhelm Nicolaus Prachensky. 1952 übersiedelte er von Innsbruck nach Wien, begann ein Architekturstudium an der Akademie der bildenden Künste in Wien und nahm ein Jahr später zusätzlich das Studium der Malerei auf. Zu seinen prägenden Lehrern zählte Albert Paris Gütersloh, dessen Kunstauffassung Prachenskys Entwicklung ebenso begleitete wie die Begegnung mit der internationalen Moderne. Das architektonische Denken blieb für seine Malerei wesentlich: Seine abstrakten Kompositionen verbinden gestische Bewegung mit einem ausgeprägten Bewusstsein für Raum, Fläche und tektonische Ordnung. In diesem Zusammenhang bildet auch Fritz Wotruba mit seiner streng strukturierten, aus Volumen und Körper aufgebauten Skulptur einen wichtigen Bezugspunkt innerhalb der Wiener Nachkriegsmoderne. Der Kreis um die von Otto Mauer geleitete Galerie nächst St. Stephan wurde zu einem entscheidenden Forum der österreichischen Nachkriegsabstraktion und des Wiener Art Informel. 1957 präsentierte die Wiener Secession, deren Mitglied Prachensky war, Werke der Gruppe in einer großen Ausstellung. Während Hollegha, Mikl und Rainer jeweils eigenständige Positionen zwischen Farbraum, Figuration und gestischer Übermalung entwickelten, fand Prachensky zu seiner unverwechselbaren, von Dynamik und der Farbe Rot geprägten Bildsprache. Sein Werk steht zugleich in einem internationalen Dialog mit dem Informel, dem Tachismus und dem Abstrakten Expressionismus. Karl Otto Götz, Georges Mathieu und Hans Hartung bieten Vergleichspunkte für die rasche, energiegeladene Geste und den zeichenhaften Charakter der Linie; Pierre Soulages für die materielle und räumliche Wirkung der Farbe. Künstler wie Sam Francis, Jackson Pollock, Willem de Kooning und Cy Twombly verdeutlichen das weitere Spannungsfeld einer Malerei, die Bewegung, Prozess, spontane Setzung und die Offenheit des Bildraums zum Thema macht. Diese Namen sind als kunsthistorische Vergleichsgrößen zu verstehen und nicht als Hinweis auf unmittelbare persönliche Beziehungen. Von 1983 bis 2000 war Prachensky Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien und leitete die Meisterschule für Malerei. Werke von ihm befinden sich heute unter anderem im Belvedere, in der Sammlung Essl in Klosterneuburg und im Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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