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live 26. November | 03:00 PM
Widder Auktionen

455 - Peter Marquant* (geboren 1954 in Wien)

Startpreis

1.200 €

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Schätzungen

1.200 - 1.600 €

Verkaufsgebühren

28 %

Peter Marquant* (geboren 1954 in Wien) Sonnenblume, 1980 Öl/Papier 88 x 62 cm signiert Marquant, datiert 80 SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 1200 - 1600 STARTPREIS / STARTING PRICE € 1200 Peter Marquant ist ein österreichischer Künstler und seit den 1980er Jahren ein wichtiger Vertreter der abstrakten Malerei in Österreich. Von 1972 bis 1981 studierte er bei Wolfgang Hollegha und Josef Mikl an der Akademie der bildenden Künste Wien. Beide Lehrer prägten die österreichische Nachkriegsabstraktion entscheidend: Mikl durch eine expressive, farbintensive Malerei, Hollegha durch offene Bildräume, bewegte Farbspuren und eine gestische Auffassung des Malprozesses. Marquant knüpfte daran an, entwickelte jedoch daraus eine eigenständige, von Naturerfahrung, Licht und Rhythmus bestimmte Formensprache. Die Erfahrung der Natur und das intensive Licht Mallorcas prägen seine Arbeiten. Seine leuchtenden Ölbilder greifen Abstraktionen von Alleen, Bäumen und Pflanzen auf, ohne gegenständliche Darstellungen zu sein. Die meisten Bilder tragen keinen Titel, da das Abstrakte in ihnen stärker bleibt als jede mögliche Assoziation. Marquant trägt Farbe aus der Bewegung heraus auf und lässt Formen einfließen, die an vegetabile Strukturen erinnern. In anderen Werken bestimmen vertikale oder horizontale Farbfelder die Bildkomposition. Marquant lebt und arbeitet in Wien und auf Mallorca. Innerhalb der österreichischen Kunst nach 1945 stehen Gottfried Mairwöger, Markus Prachensky, Hans Staudacher und Oswald Oberhuber für unterschiedliche Formen einer gestischen, farb- und prozessbezogenen Abstraktion. Mairwöger verbindet mit Marquant die Beschäftigung mit Farbfeldern und der internationalen Nachwirkung des Abstrakten Expressionismus. Prachenskys dynamische Farbspuren, Staudachers zeichenhafte Abstraktionen und Oberhubers experimentelle Offenheit bilden weitere Bezugspunkte. Arnulf Rainer entwickelte dagegen die Übermalung als radikale Form der Verdichtung, während Martha Jungwirth und Maria Lassnig eine körperlich-subjektive Malerei ausbildeten. Max Weiler, Herbert Brandl, Hubert Scheibl, Gunter Damisch und Franz Grabmayr erweiterten das Spektrum österreichischer Malerei zwischen Naturerfahrung, Materialität, gestischer Energie und imaginativer Form. Auch die internationale Moderne bietet wichtige Vergleichsfelder. Karel Appel, Pierre Soulages, Hans Hartung und Georges Mathieu stehen für europäisches Informel und gestische Abstraktion. Antoni Tàpies und Antonio Saura verbanden expressive Bildfindung mit Materialität beziehungsweise figurativen Anklängen. Joan Miró und Miquel Barceló zeigen unterschiedliche spanische Positionen zwischen Zeichen, Naturassoziation und freier Bildsprache. Im amerikanischen Kontext sind Helen Frankenthaler und Morris Louis mit ihren transparenten Farbläufen sowie Mark Rothko und Barnett Newman mit der Farbfeldmalerei bedeutsam. Jackson Pollock, Willem de Kooning und Cy Twombly bilden weitere Bezugspunkte für eine Malerei, die Bewegung, Geste, Zeichen und Prozess in den Mittelpunkt stellt.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.

Auktion

Masterpieces
Donnerstag, 26. November
03:00 PM
Johannesgasse 9-13
1010 Vienna, Österreich

Auktionshaus

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