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Herbert Albrecht* (Au im Bregenzerwald 1927 - 2021 Wolfurt) Entführung, 2008 Lithografie/Papier 31 x 44,5 cm signiert Albrecht, datiert 2008 nummeriert VII/XX SCHÄTZPREIS / ESTIMATE € 200 - 300 STARTPREIS / STARTING PRICE € 200 Herbert Albrecht wurde am 7. Februar 1927 in Au im Bregenzerwald geboren. Bereits 1941 begann er seine künstlerische Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Innsbruck in der Bildhauerklasse von Hans Pontiller; kriegsbedingt unterbrochen, schloss er diese Ausbildung 1946 ab. Von 1949 bis 1955 studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien, zunächst bei Franz Santifaller und Herbert Boeckl, ab 1951 bei Fritz Wotruba, dessen plastische Auffassung für Albrechts Entwicklung besonders prägend wurde. Nach Abschluss des Studiums kehrte Albrecht nach Vorarlberg zurück und lebte und arbeitete in Wolfurt. In der Tradition der Modernen Plastik und der österreichischen Nachkriegsskulptur entwickelte er, ausgehend von der menschlichen Gestalt, eine eigenständige, zunehmend reduzierte und abstrahierende Formensprache. Seine dem Bereich der figurativen Skulptur zuzurechnenden Arbeiten, überwiegend in Stein und Metall ausgeführt, verbinden eine archaisch-klassische Strenge mit einer existenziellen, zeitgenössischen Auffassung des Menschenbildes. Dabei verdichtete Albrecht die menschliche Figur häufig zu klar gegliederten, blockhaft-monumentalen Volumina und näherte sich damit einer Formensprache, die über die Wotruba-Schule hinausweist. Im Kontext der österreichischen Bildhauerei der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lässt sich Albrechts Werk neben Positionen von Alfred Hrdlicka, Wander Bertoni, Josef Pillhofer und Oskar Höfinger betrachten. Während Hrdlicka die menschliche Figur oft expressiv und gesellschaftskritisch zuspitzte, Bertoni stärker organisch-abstrakte Lösungen entwickelte und Pillhofer an der Verbindung von Figuration, Abstraktion und klassischer Moderne arbeitete, blieb Albrecht einer ruhigen, materialbewussten und auf Dauerhaftigkeit angelegten Auffassung der Skulptur verpflichtet. Als weiter zurückreichender Bezugspunkt der modernen figurativen Plastik kann auch Wilhelm Lehmbruck genannt werden, dessen existentielle Auffassung der menschlichen Gestalt für die Entwicklung der europäischen Bildhauerei des 20. Jahrhunderts maßgeblich war. Innerhalb der Vorarlberger Kunst nach 1945 steht Albrecht neben späteren und jüngeren Positionen wie Gottfried Bechtold, Walter Kölbl und Herbert Meusburger. Sein Werk nimmt dabei eine besondere Stellung ein, da es die moderne Skulptur nicht nur im musealen oder privaten Rahmen, sondern auch nachhaltig als Kunst im öffentlichen Raum verankerte. Zahlreiche Plastiken, sakrale Arbeiten und Werke im architektonischen Zusammenhang zeugen von seinem Bestreben, der menschlichen Figur in Stein und Bronze eine zeitlose, konzentrierte und zugleich ortsbezogene Präsenz zu verleihen.Bitte beachten: Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe und der Plattformgebühr. Bei Normalbesteuerung (mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot, Aufgeld und Plattformgebühr kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, bei Fotografien 20% hinzu. Bei Differenzbesteuerung beträgt das Aufgeld 28%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
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